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Jack Russell Terrier - Rasseportrait Teil 10


Klein, wendig, schnell: Jack Russell Terrier sind gewitzte Hunde und auch in ihrem Aussehen unverkennbar. Neben einer Widerristhöhe um die 30 cm sind sie weiß mit ein- oder mehrfarbigen Abzeichen (braun, schwarz) und glattem oder rauem Fell. Jack Russells werden oft mit dem eng verwandten Parson Russell Terrier verwechselt, der aber etwas größer ist.

Die Rasse entstand Anfang des 19. Jahrhunderts aus den in England für die Jagd auf Füchse eingesetzten Foxterriern. Der Pfarrer John (Jack) Russell, selbst begeisterter Jäger, wünschte sich einen kleineren Hund, der zum einen den Fuchs aus dem Bau treiben und zum anderen bei der anschließenden Jagd mit größeren Hunden mithalten konnte. Die von ihm begründete Zucht brachte einen schnellen und wendigen Hund hervor, der bald aufgrund seiner hervorragenden Jagdeigenschaften einen sehr guten Ruf genoss. Er wurde nach seinem Züchter Jack Russell Terrier genannt. Aufgrund seiner Fähigkeiten wurde der Jack Russell auch in Australien sehr beliebt. Dort waren Mitte des 19. Jahrhunderts Füchse ausgesetzt worden, die sich schnell vermehrten und zu einem Problem wurden. Mit Hilfe der kleinen „Jackies“ konnte man den Füchsen, die sich gerne in engen Kaninchenbauten verkrochen, besser zu Leibe rücken.

So haben Jack Russell Terrier bis heute ihre Jagdvergangenheit im Blut. Darum benötigen sie trotz ihrer „Größe“ sehr viel Bewegung. Sie sind keinesfalls Sofahunde (auch wenn sie natürlich gerne auf einem liegen), sondern brauchen neben Bewegung auch viel Beschäftigung, die ihrem wachen, intelligenten Wesen gerecht wird. Sie eignen sich für Hundesportarten wie Agility und freuen sich natürlich über lange Spaziergänge und häufige Spielstunden mit Ball oder Stöckchen. Viele Jackies sind zudem große Badefans.

Ein Jack Russell Terrier ist ein guter Familienhund, der für „seine“ Familie alles tun würde. Er hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt und ist ein guter Aufpasser. Durch sein freundliches, aktives Wesen eignet er sich gut für Kinder. Allerdings muss man ihn von klein auf sehr konsequent erziehen, auch wenn der süße Welpe mit seinen großen Kulleraugen jeden um den Finger wickelt. Denn seine Eigenständigkeit, sein Durchhaltevermögen und seine Intelligenz, die er bei der Fuchsjagd brauchte, können sonst sehr anstrengend werden. Sein Jagd- und Buddeltrieb ist stark ausgeprägt und er verfügt über ein enormes Sprungvermögen. Auch das sehr stabile Selbstbewusstsein und die „große Klappe“ können etwas lästig werden. Der Besuch einer guten Hundeschule hilft daher, mögliche Probleme bei der Erziehung von Anfang an zu vermeiden. Dann wird der Jackie zu einem echten Familienmitglied, das man nicht mehr missen möchte.

Verwandt mit:

Rhodesian Ridgeback - Rasseportrait Teil 9
Beagle – Rasseportrait Teil 8 
Deutscher Schäferhund – Rasseportrait Teil 7

Schlagworte

  • Hund
  • Rasse
  • Portrait
  • Jack Russell
  • Terrier

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