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Krank durch Schnee


Viele Hunde lieben die eisigen Flocken und vertilgen gern den einen oder anderen Schneeball. Bei allem Spaß ist aus gesundheitlicher Sicht dabei jedoch Vorsicht geboten. Wir erklären, wie Sie eine Schneegastritis vermeiden und was im Notfall zu tun ist.

Was gibt es Schöneres als eine schneebedeckte Landschaft? Das empfinden nicht nur viele Menschen, sondern auch Hunde so. Sie lieben es, darin zu spielen, zu graben, sich zu wälzen, Schneebällen hinterher zu jagen und diese auch herunter zu schlucken.

Leider ist die weiße Pracht aber nur in Maßen genießbar, wie die Menschen in Bayern und Österreich aktuell sicher bestätigen können. Auch beim Hund kann zu viel Schnee zu gesundheitlichen Problemen führen. Einige reagieren sehr früh und empfindlich mit einer sogenannten Schneegastritis, während andere symptomfrei bleiben, nachdem sie Schnee gefressen haben.

Ursachen und Symptome

Bei der Schneegastritis handelt es sich um eine akute Magenschleimhaut-Entzündung, ausgelöst durch den kalten Schnee oder darin enthaltene Verunreinigungen. Besonders Schmutz, Split und Streusalz reizen die empfindlichen Magenschleimhäute des Hundes. Enthält das Streusalz zusätzlich noch Frostschutzmittel, wird es besonders kritisch. Denn die Chemikalien sind nicht nur giftig für die Hunde, sondern schmecken vielen Tieren so gut, dass sie den Schnee noch begeisterter fressen.

Zeigt Ihr Hund eines oder mehrere Symptome einer Schnee- beziehungsweise Schnee-Streusalz-Gastritis, so sollten Sie hellhörig werden:

  • Speicheln
  • Würgen
  • Gurgeln im Bauchraum
  • Bauchschmerzen (oft erkennbar durch eine gespannte Bauchdecke und gekrümmten Rücken)
  • (blutiger) Durchfall
  • Erbrechen
  • Husten
  • Fieber

Bei einer leichten Schneegastritis helfen einige Tage Schonkost. Bei gekochtem Reis, Hüttenkäse und etwas Hühnerfleisch können sich die gereizten Schleimhäute wieder beruhigen. Der Hund sollte natürlich keinen Schnee mehr fressen und auch das Trinkwasser sollte nicht zu kalt sein, sondern Zimmertemperatur haben. Wenn die Symptome nicht innerhalb kurzer Zeit besser werden oder sich verschlimmern, ist ein Besuch beim Tierarzt ratsam.

Lieber vorbeugen als heilen

Je besser Ihr Hund ausgebildet ist, umso besser können Sie ihn vor Gefahren schützen. Es ist sehr hilfreich, wenn der vierbeinige Partner  jederzeit abrufbar ist und zuverlässig auf ein Abbruchsignal reagiert. So können Sie vermeiden, dass er überhaupt beginnt, sich die weißen Flocken einzuverleiben.

Auch wenn einige Hunde nicht empfindlich auf Schnee im Magen reagieren, so ist es doch sinnvoll, die Tiere nicht zum Fressen zu animieren – beispielsweise durch ausgedehntes Schneeball werfen oder Suchspiele in der Schneedecke. Denn auch dabei nehmen die Hunde immer etwas von der kalten Pracht mit auf. Ist Ihr Hund gar nicht davon abzubringen, Schnee zu fressen, so kann notfalls ein Maulkorb beim Spaziergang Schutz bieten.

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