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Labrador – Rasseportrait Teil 4

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Ein Labrador oder korrekt Labrador Retriever (engl. „Apportierhund“) ist ein sehr angenehmer Zeitgenosse: Immer freundlich und auch fremden Menschen gegenüber aufgeschlossen. Tatsächlich gilt der Labrador als echter Menschenfreund, der anhänglich und fröhlich ist und auch sehr gut mit Kindern auskommt. Sein angeborener „will to please“ (Wunsch, zu gefallen) macht ihn zu einem zugänglichen Hund, der sich bemüht, alles richtig zu machen, um von seinem Herrchen oder Frauchen ein Lob zu bekommen.

Der Labrador wird als Jagd- und Arbeitshund gezüchtet, der „nach dem Schuss“ zum Einsatz kommt. Gewünscht ist hier ein aufmerksamer und gehorsamer Hund, der ruhig neben dem Jäger wartet, bis er an der Reihe ist und der das erlegte Wild zügig und in einem Stück abliefert. Er hat daher eine feine Nase, auch um krankes oder angeschossenes Wild aufzuspüren, ist willig und kann gut mit „weichem Maul“ apportieren, ohne dabei das Wild mit seinen Zähnen zu beschädigen. Diese Eigenschaften machen ihn auch zu einem guten Rettungs- oder Blindenführhund.

Seine bevorzugten Einsatzgebiete zeigen, dass der beliebte Hund vor allem eins braucht: Beschäftigung. Wird er nicht jagdlich geführt, sondern als Familienhund gehalten, sollte er nicht jeden Tag stundenlang allein sein müssen, sondern von klein auf permanenten Familienanschluss genießen und rege am Alltag teilnehmen können. Tägliche, lange Spaziergänge sind ebenso ein Muss wie Apportieren oder andere Spiele, die ihm auch geistige Beschäftigung bieten. Wer sich einen Labrador anschafft, sollte daher selber aktiv sein und keine Probleme damit haben, bei jedem Wetter auch mal länger draußen zu sein.

Ein sogenannter „Schutztrieb“, der für Wachhunde wichtig ist, fehlt dem Labrador hingegen. Auch aggressives Verhalten liegt ihm fern. Als reiner Wachhund ist er daher nicht geeignet, da es nicht seinem Wesen entspricht. Stattdessen haben Familien mit Kleinkindern einen sehr geduldigen Begleiter, der auch mal ungeschicktes Verhalten der Kleinen toleriert. Auch Hundeanfänger, die zum ersten Mal einen Hund erziehen wollen, liegen mit ihm genau richtig. Aufgrund seiner Freundlichkeit, Menschenbezogenheit und seiner Anpassungsfähigkeit lässt er sich leicht erziehen und gibt sich alle Mühe, den Befehlen Folge zu leisten.

Aber das wichtigste ist: Aufgrund seiner ursprünglichen Nutzung als Jagd- und Apportierhund liebt ein Labrador das Wasser und badet daher gerne und viel. Er braucht also regelmäßig Gelegenheit, um seiner Leidenschaft ausgiebig nachzugehen und außerdem eine gewisse Toleranz des Besitzers gegenüber dem nassen Hund, der anschließend ins Auto steigt. Denn: Der Hund ist jetzt glücklich und nur das zählt in diesem Augenblick.

 

 

Verwandt mit:

Welche Hunderasse passt zu mir? – Rasseportrait Teil 1
Dalmatiner – Rasseportrait Teil 2
Mischlinge – Rasseportrait Teil 3

Schlagworte

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  • Jagd- und Apportierhund
  • Familie
  • Wasser

Kommentare


  • Ja ich hab auch so eine Süße kleine schwarze Wasserratte die total verrückt nach Bällen ist. Alles was den Labrador ausmacht habt ihr total gut beschrieben und daher habe ich mich vor vier Jahren entschieden mir einen Labrador zu zulegen. 

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