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Maine-Coon - Rasseportrait Teil 3

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Wer zum ersten Mal einer Maine-Coon-Katze begegnet, sieht sich einem sehr großen und kräftigen Tier gegenüber, so dass man eher an „Luchs“ als an „Katze“ denkt. Aber der imposante Eindruck täuscht: Maine-Coons sind sehr liebenswerte, freundliche und gesellige Katzen und gelten daher als „sanfte Riesen“.

Die Maine-Coon oder Amerikanische Waldkatze ist eine Naturrasse. Mit ihrem dichten, wasserabweisenden Pelz, dem buschigen Schwanz, den langen Haaren um den Hals und Nacken herum und den dicht behaarten Ohren und Pfoten ist sie optimal an das raue, kalte Klima im nördlichen Amerika mit seinen schneereichen Wintern angepasst. Vermutet wird, dass sie auf europäische Katzen zurück gehen, die mit dem Siedlern nach Amerika kamen. Ursprünglich lebten Maine-Coons als „working cats“ auf den Höfen der europäischen Einwanderer an der Ostküste im US-Bundesstaat Maine, um sie von Mäusen und Ratten frei zu halten. Der zweite Teil des Namens bezieht sich anscheinend darauf, dass sie dem ebenfalls sehr pelzigen Waschbär mit seinem markanten Schwanz ähnlich sehen sollen (engl. Raccoon = Waschbär).

Maine-Coons sind in mancher Hinsicht ihren Namensvettern ähnlich: Sie haben vergleichsweise wenig Probleme mit Wasser und spielen sogar damit. Zudem sind sie sehr „pfoten-orientiert“: Sie nehmen gerne das Futter mit der Pfote aus dem Napf, bevor sie es fressen. Auch sonst sind die intelligenten Tiere immer zu Scherzen aufgelegt. Maine-Coons können gut apportieren und haben eine Menge Spaß daran, Gegenstände zu verschleppen und zu verstecken. Sie begleiten ihre Menschen im Haus überall hin und kommentieren dabei brabbelnd und mauzend mit ihren überraschend leisen Stimmen jede Aktion.

Die Maine-Coon schläft viel und kann daher auch mal mehrere Stunden allein sein. Sie wird aber anschließend dafür sorgen, dass ihr Mensch sie nicht vergisst und entsprechend Aufmerksamkeit einfordern. Trotz ihrer Anhänglichkeit ist die Maine-Coon aber keine reine Schmusekatze, sondern wird ihre Unabhängigkeit bewahren. Sie ist ein hervorragender Jäger, wenn man ihr Freigang gewährt, kann aber auch gut als reine Wohnungskatze gehalten werden, solange es viel zu spielen und genug Platz gibt. Besser noch, sie hat einen vierbeinigen Spielkameraden, mit dem sie die Wohnung unsicher machen kann. Mit anderen Katzen kommt die Maine-Coon gut aus, ebenso mit Hunden, vorausgesetzt, sie wurden von klein auf aneinander gewöhnt. Auch mit Kindern kommt sie gut zurecht.

Trotz ihres üppigen Fells braucht die Maine-Coon vergleichsweise wenig Pflege, so dass gelegentliches Bürsten reicht. Nur beim Fellwechsel muss regelmäßig gebürstet werden, damit die Katze nicht zu viele Haare aufnimmt. Erbliche Krankheiten gibt es leider auch bei dieser Rasse, so zum Beispiel Herzmuskelerkrankungen oder Hüftgelenkdysplasie. Verantwortungsbewusste Züchter haben dies im Blick und wählen nur gesunde Tiere zur Zucht. Daher sollte man sein Maine-Coon-Kätzchen nur bei einem seriösen Züchter kaufen.

 

Verwandt mit:

Norwegische Waldkatze - Rasseportrait
Kartäuser oder Chartreux - Rasseportrait Teil 2

Kommentare


  • Was für ein toller, treffender Artikel!

    Ich habe die Charaktere meiner 3 Fellpops sofort wieder erkannt und würde jederzeit wieder mein Herz an weitere Exemplare dieser stolzen, flauschigen, anhänglichen und großartigen Rasse verschenken.

    <3

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