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Mischlinge – Rasseportrait Teil 3


Groß, klein, einfarbig, bunt, langhaarig, mit Schlappohren oder buschiger Rute – Mischlingshunde bieten eine schier unglaubliche Vielfalt an Formen und Farben. Das macht sie für viele Menschen so attraktiv, denn einen Mischling wie den eigenen gibt es kein zweites Mal. Das gilt aber nicht nur für das Aussehen, sondern auch für den Charakter. Daher ist es manchmal etwas schwierig zu beurteilen, welche Charaktereigenschaften ein Mischling mitbringt.

Erste Informationen kann ein Blick auf die Eltern geben, wenn sie bekannt sind. Beim ausgewachsenen Hund kann man auch über das Aussehen Rückschlüsse auf die Elternteile ziehen und damit auf die beteiligten Rassen und deren Ansprüche. Wer sich daher zum ersten Mal einen Hund anschaffen möchte, sollte bei Mischlingen einen erwachsenen Hund mit bekannten Elternteilen wählen. Dieser ist in der Regel bereits erzogen, sein Charakter und seine Ansprüche an Haltung und Beschäftigung sind erkennbar. Übernimmt man einen Welpen von Bekannten oder Freunden, können diese natürlich auch Auskunft zumindest über die Mutter und ihre Eigenheiten geben. Auch Tierheime helfen, wenn es darum geht, den passenden Hund zu finden.

Aber nicht nur das individuelle Aussehen und die manchmal überraschenden Fähigkeiten machen Mischlingshunde zu echten Unikaten. Auch eilt ihnen der Ruf von robuster Gesundheit und Langlebigkeit voraus. Tatsächlich ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Kreuzungen durch ihre größere genetische Vielfalt oftmals fruchtbarer und widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind und sich besser an ihre Umwelt anpassen können als reinerbige Vertreter. Aber auch der genetische Pool der Mischlinge ist immer nur so gut wie die Erbanlagen, die ihre Eltern ihnen mitgeben. Leiden einer oder beide Elternteile unter einer Erbkrankheit, kann sie auch bei den Kindern zutage treten.

Allerdings liegen die Gene bei reinrassigen Tieren meist reinerbig vor. Das bedeutet, dass sich die betreffenden Gene (Allele) auf beiden Chromosomensträngen komplett gleichen. Das ist wichtig für die Zucht, weil so die gewünschten Merkmale mit einer hohen Wahrscheinlichkeit weitergegeben werden. Bei Mischerbigkeit unterscheiden sich die betreffenden Gene etwas. Dadurch können die Merkmale ebenfalls in ihrer Ausprägung variieren, die Wahrscheinlichkeit, dass ein negatives Merkmal auftritt, ist geringer. Durch diese genetische Variabilität ist ein Mischling genetisch gesehen „fitter“.

Natürlich sind auch Mischlinge nicht vor Krankheiten gefeit. Da kein Züchter die Eltern auswählt, kann es auch zu ungünstigen Anpaarungen kommen. Daher ist es wichtig, sich über die Eltern seines Hundes soweit möglich zu informieren und vorsorglich genetisch bedingte Probleme der elterlichen Rassen zu erfragen. Dann steht dem Spaß mit dem eigenen Mischling nichts mehr im Wege.

 

Verwandt mit:

Welche Hunderasse passt zu mir? – Rasseportrait Teil 1
Dalmatiner – Rasseportrait Teil 2

Schlagworte

  • Hund
  • Rasse
  • Portrait
  • Mischling

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