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Mundgeruch bei Tieren - da ist was faul im Maul

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Wenn Hund oder Katze den Mund aufmachen, ist der Geruch, der einem entgegenschlägt, nicht der frischeste. Immerhin: Bei fleischfressenden Tieren ist ein leicht strenger Geruch normal. Wenn der Geruch allerdings deutlich schlechter wird, kann er auf eine Erkrankung hinweisen.

Nach dem Fressen (zum Beispiel von Fisch, getrocknetem Pansen oder ähnlichen Knabbersachen) ist ein starker Mundgeruch bei Hunden kurzzeitig normal. Wer sich allerdings noch Stunden später beim gähnenden Hund die Nase zuhalten muss, sollte die Ursachen abklären lassen. Faulige Gerüche können beispielsweise auf Zahnprobleme wie Zahnfleischentzündungen und Vereiterungen hinweisen. In der Regel wird der Hund hier noch andere Symptome zeigen, wie Abmagerung und Fressunlust. Weitere Gründe für Mundgeruch beim Hund können zum Beispiel eine Entzündung der Magenschleimhaut sein (bitter) oder Diabetes (süßlich). Merkwürdige Gerüche sollten daher zügig mit dem Tierarzt abgeklärt werden.

Ist der Hund gesund und stinkt immer noch aus dem Maul, sollte regelmäßige Zahnhygiene auf dem Programm stehen. Futterreste im Maul können ein Grund für den üblen Geruch sein und zudem die Entstehung von Zahnerkrankungen begünstigen. Auch die Auswahl des Futters kann Grund für den Geruch sein. Gutes Trockenfutter setzt sich weniger stark in die Zahnlücken und ist daher ist eine relativ geruchsarme Alternative zu (billigem) Nassfutter. Und: Unbedingt dem Hund nachspionieren, ob er Kot frisst. Das kann durch eine ausgewogene Ernährung sowie durch einen guten Hundetrainer unterbunden werden.

Auch Katzen können mit einem kräftigen Mundgeruch aufwarten. Allerdings kann man in der Regel einen „Geruchsbezug“ zum aktuellen Katzenfutter herstellen. Wird der Geruch intensiver, sind auch bei Katzen oftmals Zahnprobleme die Ursache oder auch Entzündungen im Rachenraum oder Abszesse. Des weiteren kann der Mundgeruch je nach Ausprägung ebenfalls auf Erkrankungen der inneren Organe hinweisen, so zum Beispiel ein Geruch nach Ammoniak auf Nierenprobleme.

Liegt keine Erkrankung vor, kann man auch bei Katzen mit einem Wechsel zu einem hochwertigen Trockenfutter den Mundgeruch verringern. Zahnpflege in Form von Kausticks oder Zahnreinigungsgel (Zähneputzen ist bei den meisten Katzen nicht sehr gerne gesehen) helfen, den Mundgeruch im Rahmen zu halten.

Pferde haben von den drei Tierarten noch den frischesten Geruch, auch wenn es nicht der nach Lavendel ist. Auch hier kann man einen guten Bezug zum gerade Gefressenen herstellen: Kräutermüsli, Heu oder vielleicht doch eher die Knoblauchsrauke vom Wiesenrand? Ein schlechter Mundgeruch kann auch auf Zahnprobleme hinweisen (abgebrochene Zähne bei alten Pferden, Zahnfleischentzündungen, meist begleitet von typischen Symptomen wie Heuröllchen, Fressunlust bis hin zu Stellungsproblemen beim Reiten). Als weitere Ursache können zum Beispiel auch Magengeschwüre in Frage kommen. Deshalb sollte Mundgeruch auch beim Pferd immer sofort abgeklärt werden.

 

Schlagworte

  • Mundgeruch
  • Tier
  • Hund
  • Katze
  • Pferd
  • Gesundheit
  • Krankheitssymptom
  • Zahnhygiene
  • Ernährung

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Kommentare


  • Nur Schade das die Versicherung nicht zumindest einen Teil der Zahngygiene (Zahnsteinentfernung)aufmerksamer Tierbesitzer übernimmt oder zumundest bezuschusst 


  • Guten Tag S. H.,

    in unseren Krankenversicherungen bezuschussen wir Vorsorgebehandlungen (z.B. Impfungen, Zahnsteinentfernung) mit 100 € pro Versicherungsjahr.

    Freundliche Grüße Ihr Redaktionsteam der Uelzener

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