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Nachwuchs in der Katzenstube


Der Wonnemonat Mai macht nicht nur die Bäume grün, sondern sorgt auch für Nachwuchs in der Tierwelt. Katzen bringen im Frühsommer die berühmten „Maikätzchen“ zur Welt, denen eine besonders robuste Gesundheit nachgesagt wird. Zusätzlich zur Pflege von Mama Katze können auch Katzenbesitzer einiges zum guten Gedeihen der kleinen Schützlinge beitragen!

Unkastrierte Katzen werden im Frühjahr rollig und gebären ihre Jungen nach einer Tragezeit von etwa 66 Tagen. Gerade im Mai gibt es deshalb besonders viele Katzenkinder. Wer einmal Gelegenheit hat, die Aufzucht kleiner Katzen zu begleiten, wird sicher eine Menge Freude an dieser Zeit haben. Aber was gibt es beim Thema „Katzennachwuchs“ eigentlich zu beachten?

Ist meine Katze trächtig?

Dass die eigene Katze trächtig ist, merken viele Besitzer spätestens dann, wenn sich ihr Bauch unverkennbar zu wölben beginnt. Dies geschieht allerdings erst in den letzten drei Wochen vor der Geburt. Bei Freigängern, die während der Rolligkeit draußen unterwegs waren, kann der Tierarzt durch Ultraschall oder Ertasten aber schon früher feststellen, ob Nachwuchs im Anmarsch ist und um wie viele Junge es sich voraussichtlich handelt. Katzen bringen im ersten Wurf meist zwei bis drei Junge, in den folgenden bis zu acht Junge zur Welt. Für deren spätere Unterbringung muss unbedingt im Vorhinein gesorgt werden!

Tragezeit und Geburt

Trächtige Katzen brauchen keine besondere Pflege: Etwas mehr Futter – keinesfalls die doppelte Menge! – und regelmäßige Ruhephasen reichen aus, um ihren Bedürfnissen gerecht zu werden.

Katzen werfen ihre Jungen gerne an einem sauberen, warmen Ort. Halter können ihnen deshalb eine „Wurfkiste“ mit Kissen oder Decken bereitstellen oder eine Schublade freiräumen, denn diese lieben Katzen ganz besonders!

Die Geburt selbst verläuft bei Hauskatzen meist problemlos: Hier müssen wir Menschen nur selten helfend eingreifen.

Die ersten Tage

Katzenjunge kommen blind und taub zu Welt und entwickeln Seh- und Hörvermögen erst in den kommenden vierzehn Tagen. Um die Zitzen der Mutter zu finden, sind sie auf ihren Geruchssinn angewiesen, der von Anfang an recht gut ausgeprägt ist. Die Mütter kümmern sich in der Regel rührend um ihren Nachwuchs und sollten dabei gerade am Anfang möglichst wenig gestört werden. Es kann sonst passieren, dass sie ihre Jungen „umbetten“ oder schlimmstenfalls sogar verstoßen.  

Sinnvoll ist es aber, die Kleinen von Zeit zu Zeit zu wiegen, um sicher zu sein, dass sich alle gut entwickeln.

Kleine Katzen werden schnell groß

Schon mit drei bis vier Wochen beginnen die Kätzchen, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Jetzt erwacht auch ihr Spieltrieb, den sie in ihrer Katzenfamilie und mit den menschlichen Mitbewohnern ausleben wollen! Mit sechs bis acht Wochen sind die Jungen schließlich ganz von der Muttermilch entwöhnt. Vermittelt werden sollten sie jedoch nicht vor der zwölften Lebenswoche, da Katzen durch die Interaktion mit der Mutter und den Geschwistern wichtige soziale Verhaltensweisen erlernen, die sie später im Leben brauchen.

Etwa im Alter von zwei Monaten sollten Katzen eine Grundimmunisierung gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen erhalten, die nach vier Wochen aufgefrischt wird. Bei zukünftigen Freigängern muss später außerdem gegen Tollwut und Leukose geimpft werden.

So süß die heimische Katzenzucht auch ist: Tierheime werden im Mai regelrecht von Katzenbabys „überschüttet“. Als verantwortungsbewusster Halter sollte man es deshalb mit dem Nachwuchs nicht übertreiben und freigehende Katzen langfristig kastrieren lassen!

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