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Ocicat - Rasseportrait Teil 14


Die Geschichte der Ocicat ist noch sehr jung: Im Jahr 1964 kreuzte die Amerikanerin Virginia Daly eine Siam mit einer Abessinierkatze. Ihr Ziel war, Katzen im orientalischen Typ mit Abessinierzeichnung zu züchten. Statt dessen kam im Wurf ein Kätzchen mit einer rötlichen Fleckung auf hellem Fell vor. Auch die nächsten Würfe brachten solche Kätzchen hervor. Da die Fellzeichnung an die amerikanische Wildkatzenart Ozelot (Leopardus pardalis) erinnerte, nannte die Tochter von Virginia Daly die kleinen Kätzchen „Ocicats“, eine Kombination aus „Ocelot“ und „Cat“. Damit hatte die zukünftige Rasse ihren Namen weg.

Auch wenn der Name auf den Ozelot hinweist, gibt es keine Einkreuzungen der seltenen Wildkatzen. Um die Farbgebung und die Statur der Katzen zu verfeinern, wurden American Shorthair-Katzen eingekreuzt. 1992 wurde die Ocicat als eigenständige Rasse von der Fédération Internationale Féline (FIFe) anerkannt.

Ocicats sind mittelgroße, schlanke Katzen mit einem athletischen, eleganten Körperbau, mittelgroßen Ohren mit Haarbüscheln („Luchs-Ohren“) und großen, mandelförmigen Augen. Ihr Fell ist kurz, ohne Unterwolle und hat einen seidigen Schimmer. Typische Fellfarben sind Fawn (Beige), Tawny (Braun), Blue, Chocolate, Lilac und Cinnamon (Zimtfarben), die es jeweils auch in einer silbrigen Variante gibt. Die Tupfen sollen gut sichtbar und daumengroß sein. Wie bei der Abessinierkatze sind die Haare an den meisten Körperstellen mehrfach gebändert.

Die Ocicat hat zwar ein wild-exotisches Aussehen, ist aber eigentlich eine echte Familienkatze, freundlich, aufgeschlossen, intelligent und verspielt. Sie liebt den Kontakt zu Menschen und schmust gerne, wobei sie sich oft einen „Lieblingsmenschen“ aussucht. Kinder sind kein Problem für sie. Auch mit Hunden kommt sie gut aus, wenn sie vorher an sie gewöhnt wurde. Am liebsten ist ihr jedoch eine zweite Katze ähnlichen Temperaments, mit der sie die Umgebung unsicher machen kann. Alleine sein ist hingegen nichts für sie.

Aufgrund ihres lebhaften Wesens ist sie jederzeit zu Spielen und Späßen aufgelegt und ist immer da, wo etwas los ist. Sie kann problemlos in einer großen Wohnung gehalten werden. Wenn es allerdings Gelegenheit zum Freigang gibt, wird sie das gerne nutzen. Manchen Ocicats wird auch eine gewisse Begeisterung für Wasser nachgesagt.

Trotz ihres auffälligen Erscheinungsbildes und ihrer guten Eignung als Haus- und Familienkatze ist die Ocicat in Europa noch recht selten. Dabei ist unkompliziert in der Haltung und pflegeleicht. Lediglich ihr kurzes Fell sollte einmal in der Woche gebürstet werden. Rassebedingte Erbkrankheiten sind bei ihr noch nicht bekannt.

Schlagworte

  • Katze
  • Ocicat
  • Rasseportrait

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