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Rhodesian Ridgeback - Rasseportrait Teil 9


Wer zum ersten Mal auf einen Rhodesian Ridgeback trifft, der schaut vermutlich zweimal hin: Auf seinem Rücken ist ein schmaler, gegen den Strich wachsender Haarkamm zu sehen, der sich über fast den gesamten Rücken erstreckt. Dieser kleine Stehberger ist es auch, der dem Ridgeback (engl. „ridge“ = Bergrücken) seinen Namen gab und ihn unverwechselbar macht.

Ridgebacks sind die einzige anerkannte Hunderasse aus dem Süden Afrikas. Ihre Ursprünge reichen viele Jahrhunderte zurück, als Hunde weißer Siedler mit Hunden der Einheimischen gekreuzt wurden, die nicht nur einen „Ridge“ besaßen, sondern auch jede Menge Mut. Die so gezüchteten Hunde wurden von den Siedlern sowohl zur Bewachung ihrer Farmen als auch zur Jagd auf Löwen eingesetzt. In Trupps von zwei bis drei Hunden mussten sie den Löwen solange an Ort und Stelle „beschäftigen“, bis die Jäger auftauchten. Nur die geschicktesten Hunde eigneten sich für so eine Jagd, so dass sich nach und nach eine Hunderasse mit speziellen Eigenschaften heraus bildete. Offiziell anerkannt wurde die Rasse 1926.

Wer jetzt befürchtet, dass er mit dem Ridgeback einen Hund bekommt, der nur auf Kämpfe aus ist, wird schnell feststellen, dass dem nicht so ist. Denn die Hunde haben mit den Löwen nicht direkt gekämpft, sondern sie im Team am Entkommen gehindert. Das bedeutet, dass Ridgebacks vor allem einen guten Sinn für Gefahr, Teamgeist und viel Geschicklichkeit besitzen. Daher werden sie heute oft als Rettungshunde eingesetzt. Ihre Herkunft aus Afrika zeigt sich auch im Äußeren: Die großen Hunde sind gut bemuskelt, ihr rötliches Fell ist kurz und besitzt keine Unterwolle. Für Ridgebacks ist Laufen ein Grundbedürfnis, davon zeugen auch ihre Ausdauer und ihr Durchhaltevermögen. Daher eignen sie sich am besten für Menschen, die täglich selbst viel draußen unterwegs sind.

Mut wird bei der Vergangenheit des Ridgebacks als Jagdhund groß geschrieben. Fremden gegenüber sind sie eher zurückhaltend, sie bewachen ihr Zuhause und „ihre“ Menschen mit vollem Einsatz. Familienanschluss ist für sie sehr wichtig, Zwingerhaltung ist nichts für sie. Ridgebacks sind im Umgang sehr sensible Hunde, die gerne auch mal schmusen. Sie sind dank ihrer Nervenstärke und Gelassenheit nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Allerdings gehört ihre Erziehung in erfahrene Hände. Konsequenz und viel Einfühlungsvermögen sind nötig, Grobheiten verzeihen sie nicht und reagieren mit Verweigerung. Zudem sind Ridgebacks erst mit zwei bis drei Jahren richtig erwachsen, das sollte bei der Erziehung berücksichtigt werden. Wer sie feinfühlig und sachkundig erzieht, den belohnen sie mit ihrer Anhänglichkeit und absoluter Treue.

 

Verwandt mit:

Beagle – Rasseportrait Teil 8 
Deutscher Schäferhund – Rasseportrait Teil 7
Sennenhunde - Rasseportrait Teil 6

 

Schlagworte

  • Hund
  • Rasse
  • Portrait
  • Rhodesian
  • Ridgeback

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