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Richtige Beleuchtung für das Pferd


Im Februar ist wieder etwas Licht in Sicht. Die Tage werden länger, aber trotzdem ist die Zeit für Ausritte noch begrenzt. Wer darauf nicht verzichten möchte, sollte sich rechtzeitig um eine korrekte Beleuchtung kümmern.

Bessere Sicht in der Dunkelheit

In einigen Fällen ist in diesen Monaten ein Ausritt in der Dunkelheit die einzige Möglichkeit, das Pferd ausreichend zu bewegen. Anders als wir Menschen sehen Pferde der Dunkelheit übrigens entspannter entgegen. Grund ist das Tapetum lucidum. Eine reflektierende Schicht im Augen-Hintergrund ermöglicht, dass das einfallende Licht zurückgespiegelt wird. Der Lichtschein passiert so zweimal das Auge. Pferde sind – im Gegensatz zu uns Menschen – also nicht auf eine Beleuchtung ihrer Umgebung angewiesen.  

Pflicht im Straßenverkehr: Korrekte Beleuchtung

Eine ausreichende Beleuchtung ist nicht nur ein Sicherheitsaspekt in der Dunkelheit, sondern auch Pflicht für jeden Reiter. Laut Straßenverkehrsordnung müssen Reiter vorne mit einem gut sichtbaren weißen Licht und hinten mit einem roten Licht ausgerüstet sein. Sind mehrere Pferde als Verband unter einheitlicher Führung unterwegs, gilt eine Ausnahme. Eine Beleuchtung ist nicht für alle Pferde vorgeschrieben, sondern nur für das vordere und das hintere Ende des Verbands. Das sind allerdings nur die Mindestanforderungen. Generell gilt: je mehr Sichtbarkeit, desto besser.

Kompletten Pferdekörper ausreichend beleuchten

Ebenfalls erlaubt sind Stiefel- oder Steigbügelleuchten, die nach vorne weiß und nach hinten rot leuchten. Nachteil: Sie sind oftmals sehr klein und haben meist nur eine schwache Leuchtkraft. Ein Autofahrer, der sich von hinten einem so beleuchteten Pferd nähert, hat nicht unbedingt sofort die Idee eines Pferdes im Kopf. Daher ist es sinnvoll, die Konturen von Pferd und Reiter so zu markieren, dass sie sofort zuzuordnen sind.

Reflexstreifen, LED und Warnwesten: Die Qual der Wahl

Bewährt haben sich Reflexstreifen oder -gamaschen an allen vier Pferdebeinen. Je breiter sie sind, desto besser. Dadurch wird dem Autofahrer schnell klar, dass sich vor ihm ein Pferd bewegt. Trägt der Reiter dazu eine Reflexweste und das Pferd zusätzlich noch einen Schweifschoner mit Reflexstreifen oder eine Reflexdecke, können andere Verkehrsteilnehmer das ganze Ausmaß des Pferd-Reiter-Paares mit einem Blick erfassen. Für vorne sind Reflexstreifen an der Trense oder ein reflektierendes Vorderzeug sinnvoll, um ein Pferd gut sichtbar zu machen.

Reflexstreifen sind übrigens nicht nur bei Dämmerung oder Dunkelheit ein gutes Mittel zur Beleuchtung des Pferdes. Auch an trüben Tagen, besonders aber bei Nebel und Nieselregen, sollte die Reflexausrüstung mit dabei sein. Sie hilft nicht nur Autofahrern, sondern auch Fußgängern, Radfahrern sowie Waldarbeitern und Jägern rechtzeitig zu erkennen, dass sich da gerade ein Reiter nähert.

Richtiges Licht auch beim Führen des Pferdes

Im Übrigen muss man auch korrekt beleuchtet sein, wenn man im Dunkeln die Pferde von der Weide holen will. Sobald man mit seinem Pferd das eigene Grundstück verlässt, muss die obligatorische Lampe dabei sein. Für den Menschen macht auch hier eine Warnweste Sinn. Das Pferd kann mit Reflexstreifen am Halfter gekennzeichnet werden. Müssen mehrere Pferde geholt werden, muss auch hier die Gruppe vorne weiß und am Abschluss rot beleuchtet sein. Sind stärker befahrene Straßen zu überqueren, lohnt es sich immer, die Pferde zusätzlich mit Decke und Leuchtstreifen an den Beinen auszustatten.

Richtige Beleuchtung auch für den Reiter

Warnwesten, Leuchtbänder oder LEDs sollten auch beim Reiter selbst im Vordergrund stehen. Denn nicht nur auf dem Pferd, sondern auch beim Gang zur Weide ist es sinnvoll, von Weitem gut sichtbar zu sein. Mit der richtigen Beleuchtung für Pferd und Reiter steht dem Ausritt in der Dämmerung nichts mehr im Wege.

Schlagworte

  • Pferd
  • Dunkelheit
  • Herbst
  • Winter
  • § 28 StVO
  • Stiefel- oder Steigbügelleuchten

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