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Schmerzen beim Pferd erkennen

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Um nicht als Beute eines Raubtieres zu enden, verstecken Pferde ihre Schmerzen instinktiv. Wer sein Tier regelmäßig beobachtet, kann lernen, Schmerzen bei seinem Pferd frühzeitig zu erkennen.

Pferde verstecken ihre Schmerzen

Wenn ein Pferd sich wegen einer Kolik gegen den Bauch tritt oder stark lahmt, dann liegt die Diagnose auf der Hand. Diffuse Schmerzen oder erst entstehende Problematiken wird das Pferd aber so lange wie möglich verbergen. Deshalb tun Pferdebesitzer gut daran, auf das eigene Gefühl zu hören und genau hinzusehen, wenn sich ein Pferd plötzlich anders verhält als sonst. Ein prüfender Blick auf die Kopfregion verrät viel und kann Schmerzen sichtbar machen.

So diagnostizieren Sie ein Schmerzgesicht

Betrachten Sie die Kopfregion Ihres Pferdes und nehmen Sie die Augen in den Fokus: Normalerweise ist der Blick des Pferdes klar und aufmerksam, das Auge folgt Bewegungen. Ist das Auge jedoch trüb und teilnahmslos, starrt bewegungslos ins Leere, könnte das ein Anzeichen für Schmerzen des Pferdes sein.

Auch die Ohren signalisieren viel beim Fluchttier Pferd: Reagieren die Ohren des Pferdes kaum und sind bewegungslos schräg nach hinten gestellt? Ein erneutes Indiz für Schmerzen beim Pferd.

Die Maulpartie gibt weiteren Aufschluss: Ist alles in Ordnung, sind Nüstern und Kaumuskulatur entspannt, die Unterlippe hängt locker nach unten. Leidet das Pferd unter Schmerzen, sind die Nüstern hochgezogen und gekräuselt, es beißt die Zähne zusammen. Auch Zähneknirschen ohne Gebiss im Maul ist ein alarmierender Hinweis auf Schmerzen oder Stress.

Ein Blick auf die Stirn verrät mehr: Spannungszustände im Gesicht können Schmerzen beim Pferd anzeigen. Je intensiver sich die Gesichtsmuskeln zusammenziehen und angespannter der Gesichtsausdruck wirkt, desto eher könnten Schmerzen die Ursache sein.

Rückenproblem: Vier Ursachen für Schmerzen beim Pferd

Neben dem Schmerzgesicht kann aber auch der Rücken des Pferdes für Schmerzen verantwortlich sein. Rückenschmerzen sind bei Menschen eine wahre Volkskrankheit. Die häufigste Ursache für Rückenschmerzen sind Muskelverspannungen oder Fehlhaltungen. Hier lässt sich die direkte Parallele zu den Pferden ziehen, denn auch bei Pferden werden häufig Rückenprobleme beobachtet. Diese resultieren in vielen Fällen aus:

  • fehlerhaftem Reiten, das zu einer mangelhaften Ausbildung der benötigten Muskulatur führt
  • zu frühem, nicht durchdacht aufgebautem, falschem oder zu intensivem Training
  • unpassender Ausrüstung (vor allem Sättel)
  • schlechtem Hufbeschlag

 

Rittigkeitsprobleme als Anzeichen für Schmerz ernstnehmen

Meist äußern sich Rückenschmerzen bei Pferden durch Rittigkeitsprobleme. Die Pferde drücken den Rücken weg, halten sich im Rücken fest, gehen gegen die Hand. Sie springen im Galopp häufig um, zeigen verminderten Raumgriff oder Taktstörungen. Im schlimmsten Fall wehren sich die Pferde durch Buckeln oder Steigen gegen den Schmerz.

Achten Sie genau auf Ihr Pferd. In vielen Fällen können Sie Rückenprobleme schon vor dem Reiten erkennen. So reagieren die Pferde teilweise bereits beim Putzen durch unwilliges Schweifschlagen oder zeigen Abwehrreaktionen beim Satteln. In schlimmeren Fällen drücken sie deutlich den Rücken weg und machen Ausweichbewegungen, um sich vor weiteren Schmerzen zu schützen.

Hektik, Aggression, Zurückgezogenheit – all das können weitere Hinweise sein, dass es dem Pferd nicht gut geht.

Schmerzen verhindern und vorbeugen

Sobald Reiter Schmerzen erkennen, ist Handeln gefragt. Ein Tierarztbesuch kann immer Aufschluss bringen, damit Ihr Pferd nicht unnötig unter Schmerzen leidet. Besonders bei diffusen Schmerzen kann nur ein Spezialist eine genaue Diagnose stellen.

Besonders beim Rücken der Pferde ist Vorsorge grundlegend. Es ist unbedingt erforderlich, sein Pferd gut auszubilden und zu gymnastizieren, um den Muskelaufbau zu fördern.

Sollte ein Tierarztbesuch einmal unabdingbar sein, schützt Sie unsere Pferde-OP- und Krankenversicherung vor unangenehmen Kosten und finanzielle Sorgen gehören der Vergangenheit an.

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Kommentare


  • Tolle Informationen, danke schön.


  • Sehr gern! Wir freuen uns, dass sie dir gefallen.

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