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Sibirische Waldkatze - Rasseportrait Teil 13


Die Sibirische Katze oder Sibirskaja Koschka wird, ebenso wie die Maine Coon oder die Norwegische Waldkatze, zu den Waldkatzenrassen gezählt. Waldkatzen gehören zu den Naturrassekatzen, da sie ohne menschliches Zutun entstanden sind. Sie lebte ursprünglich als Hauskatze in der russischen Taiga und kümmerte sich auf den Höfen um die Mäuse. Bei solchen Hofkatzen ging es nicht um die Optik, sondern darum, dass sie ihren „Job“ erledigten, gut mit Wind und Wetter zurecht kamen und ansonsten möglichst wenig Arbeit machten. Dadurch, dass sie weitgehend sich selbst überlassen war, konnte sich über die Jahrhunderte eine robuste, selbständige und intelligente Katzenrasse entwickeln, die trotzdem dem Menschen sehr zugetan ist.

Eine planmäßige Zucht begann in Russland erst in den 1980er Jahren, ebenso wie in der damaligen DDR, bevor 1987 das erste Zuchtpärchen nach Westdeutschland kam. Seit den 1990ern ist die Sibirische Katze bei verschiedenen weltweiten Zuchtorganisationen als Rassekatze anerkannt.

Die Sibirische Katze gehört zu den großen Katzenrassen. Sie hat als Halblanghaarkatze ein dichtes, wasserabweisendes Winterfell mit einem dicken Kragen, einem buschigen Schwanz und dicht behaarten Pfoten. Das Sommerfell ist feiner und hat nur wenig Unterwolle. Als Fellfarbe ist alles erlaubt, bis auf „Cinnamon“ (Zimt) und „Chocolate“ und deren Aufhellungen. Die Pointvariante wird als „Neva Masquarade“ bezeichnet.

Die Sibirische Katze ist eine völlig unkomplizierte und trotz ihres üppigen Fells recht pflegeleichte Katze. Sie ist sehr anhänglich, verschmust und kommt gut mit Kindern und netten Hunden aus. Sie sollte wegen ihrer Anhänglichkeit nie als Einzelkatze gehalten werden, sondern möglichst immer einen Spielkameraden haben, mit dem sie die Umgebung unsicher machen kann. Dann kann sie auch problemlos als reine Wohnungskatze gehalten werden, vorausgesetzt, sie hat viel Platz zum Spielen und einen stabilen Kletterbaum. Ansonsten freut sie sich natürlich, wenn sie draußen ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Mäusejagen, nachgehen kann. Viele Sibirische Katzen baden auch gerne und nutzen nahezu jede Gelegenheit, um im Wasser zu plantschen.

Sibirische Katzen sind selbstbewusst, wenn es um ihre Interessen geht und können gelegentlich auch mal auf stur schalten. Trotzdem ist das Zusammenleben mit ihnen in der Regel problemlos. Sie sind recht gesprächig und „schwatzen“ gerne mit leiser Stimme, wenn sie im Kielwasser ihres Menschen durch die Wohnung laufen. Sie werden auch mit ihrem üppigen Fell ganz gut alleine fertig. Lediglich beim Fellwechsel im Frühjahr brauchen sie Unterstützung mit der Bürste. Die gesellige Katze ist mit ihrem unkomplizierten, freundlichen Wesen daher ein prima Familienzuwachs.

Schlagworte

  • Rasseportrait
  • Katze
  • Sibirische Waldkatze
  • Rasse

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