zurück zur Übersicht

So entsteht Strahlfäule


Das Wetter schickte bereits Vorboten des Frühlings. Der graue und nasse Winter ist aber noch nicht verschwunden. Der ständige Wetterwechsel ruft Strahlfäule aufs Programm, denn matschige Böden fördern die Hufkrankheit. Aber was löst die Strahlfäule aus? Wir klären über die Ursachen auf.

Der Strahl ist essenziell für die Bewegung des Pferdes. Er wirkt besonders beim Laufen des Pferdes auf festen Böden wie ein Stoßdämpfer. Strahl, Ballen, Sohle und Hufwand dehnen sich aus, wenn das Bein den Boden berührt. Der Schritt wird durch die Elastizität gedämpft. Ist der Huf mit Strahlfäule erkrankt, funktioniert der Mechanismus nicht mehr korrekt.

Die Ursache

Auslöser der Strahlfäule sind Bakterien. Sie zersetzen das Horn im Pferdehuf. Durch Kot und Urin entsteht Ammoniak, welches sich mit matschigen Böden und nassem Stroh vermischt. Es greift das Hufhorn an und Risse entstehen. Bakterien haben dann leichtes Spiel, um in den Huf beziehungsweise den Strahl einzudringen. Permanente Feuchtigkeit weicht das Horn zusätzlich auf und macht ihn für Bakterien anfälliger.

Neben ammoniakhaltigen Böden fördert auch fehlende Bewegung die bakterielle Krankheit. Durch Bewegung werden die Durchblutung des Gewebes und die Produktion des Hufhorns gefördert. Steht das Pferd jedoch ständig in der Box, sind Durchblutung und Nährstoffversorgung nicht ausreichend. Die Folge: Es wird kein qualitativ hochwertiges Horn gebildet. Der Strahl wird anfälliger für Krankheiten und Strahlfäule.

Nachlässige Hufpflege, falscher Hufbeschlag und -bearbeitung können weitere Ursachen sein. Neigt das Pferd zum Zwanghuf oder schlechter Hornqualität, ist es anfälliger für Strahlfäule. Eine regelmäßige Kontrolle und Pflege des Hufes gehören daher zu den Pflichten jedes Pferdehalters.

Die Anzeichen

Die Bakterien befallen zuerst die mittleren Strahlfurchen und breiten sich anschließend auf die seitlichen Furchen aus. Nach und nach zersetzt sich der Strahl. Ein fauliger und oft sehr unangenehmer Geruch sind klassische Anzeichen einer Strahlfäule. Charakteristisch bildet sich eine schwarze Masse, die durch die Zersetzung des Hufes entsteht. Sie löst auch den stinkenden Geruch aus.

Je rechtzeitiger der faulende Strahl erkannt und behandelt wird, desto milder verläuft die Krankheit. Eine passende Behandlung hängt von Verlauf und bisheriger Ausbreitung ab. Der Tierarzt hilft bei der Auswahl des richtigen Pflegemittels und den weiteren Maßnahmen. Ist die Krankheit weit vorgeschritten, kann auch Lahmheit auftreten.

Neben Stahlfäule wird auch Mauke von feuchten, matschigen und kothaltigen Böden gefördert. Wollen Sie mehr über die Ursachen und Anzeichen der Hauterkrankung erfahren? Lesen Sie auch „Der Mauke auf der Spur“.

Kommentare

Bisher wurden keine Kommentare geschrieben.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Unter diesem Namen wird Ihr Kommentar veröffentlicht und gespeichert.
Mit einem * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder. Bitte füllen Sie sie aus.
zurück zur Übersicht

Sind Sie sicher, dass dieser Beitrag gelöscht werden soll?

Ja
Zur Website

Filtern

nach Zeitraum

nach Kategorie