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So unterstützen Sie Ihre alte Katze


Wenn Ihre Katze älter wird, baut sie körperlich ab – das ist völlig normal. Davon sind verschiedenste Sinne, Aktivitäten und Körperfunktionen betroffen. Mit unseren Tipps können Sie Ihrer Seniorkatze trotzdem noch schöne Jahre bereiten.

Fressen

Im Alter verändert sich oft nicht nur der Appetit, sondern auch die ernährungsphysiologischen Bedürfnisse der Katze. Weil Stoffwechsel und Hormonproduktion anders arbeiten als in jungen Jahren, benötigen viele alte Katzen auch anderes, leichter verdauliches Futter als früher. Je nachdem, was der Tierarzt diagnostiziert und empfiehlt, können spezielle Seniorenfutter sinnvoll sein.

Nassfutter ist deshalb sinnvoll, weil die Katze damit gleichzeitig Flüssigkeit zu sich nimmt. Manche alten Tiere haben wenig Appetit – ihnen sollte das Futter regelmäßig angeboten und schmackhaft gemacht werden. Wenn veterinärmedizinisch nichts dagegen spricht, können Sie das Futter auch mit Fisch, Leber oder ein wenig angewärmter, ungesalzener Brühe attraktiver machen. Falls Ihre Katze gar nicht mehr fressen mag, könnten Zahnstein und schmerzhafte Zahnfleischentzündungen ursächlich sein. Und wenn der Rücken schmerzt, hilft es möglicherweise, den Napf etwas erhöht zu stellen.

Hören

Miaut Ihre Katze neuerdings lautstark? Möglicherweise hört sie nicht mehr gut. Wenn Sie feststellen, dass Ihr Tier auch auf Geräusche oder Rufen schlecht reagiert, dann sollte die Möglichkeit des Freigangs überdacht werden. Allzu leicht wird eine alte Katze Opfer im Straßenverkehr. Ein komplettes Gartenverbot sollte man Freigängern aber nicht aussprechen – vielleicht kann der Garten so eingezäunt werden, dass die Katze ihn nicht verlassen kann?

Riechen

Bei alten Katzen lässt auch der Geruchsinn nach. Da sie sich über die Nase orientieren, ob sie etwas essen können oder nicht, sollte das Futter geruchsintensiver und aromatischer sein als früher. Starker Gewichtsverlust kann zu Mangelerscheinungen führen.

Schlafen

Ruhezeiten sind für jede Katze wichtig, im Alter aber besonders. Optimal sind warme, weiche Schlafplätze in erhöhter Position, von denen aus die Katze alles im Blick hat, wenn sie mal ein Auge öffnet. Falls sie körperlich nicht mehr fit ist, sollte sie nicht mühselig hochklettern oder gar springen müssen. Rampen oder Leitern können hier Abhilfe und Bewegungsanreize schaffen. Zugluft ist bei Senioren unbeliebt.

Sehen

Auch bei Katzen kann die Sehkraft im Alter nach lassen. Grauer oder grüner Star können die Folgen sein. Das beeinflusst auch den Orientierungssinn. Ein kleines Nachtlicht kann helfen, damit die Katze sich im Dunkeln besser zurechtfindet.

Schmusen

Zuwendung ist natürlich immer das A und O für eine verschmuste Katze. Wird sie alt, so braucht sie noch häufiger die Nähe des Menschen. Das Gute ist, dass Sie sich so gleich nebenbei vergewissern können, dass Ihr Tier keine Knoten oder Tumore hat. Überprüfen Sie auch, ob die Krallen aufgrund von Bewegungsmangel zu lang werden oder einwachsen.

Spielen

Bei den meisten Katzen geht der Spieltrieb nie vorbei. Auch im hohen Alter hält es fit und glücklich. Vielleicht mag sie jetzt aber lieber Denk- als Bewegungsspiele? Probieren Sie es einfach aus und passen Sie die Aktivitäten den Möglichkeiten Ihres Seniors an.

Springen

Hat sich die Samtpfote früher lässig in alle Höhen katapultiert, benötigt sie nun möglicherweise aufgrund von Arthrose oder Rheuma einen kleinen Kratzbaum oder eine Rampe, um hoch hinaus zu ihrem Lieblingsplatz zu klettern.

Pinkeln

Verzeihen Sie es Ihrem Tier, wenn es das Katzenklo nicht mehr findet. Oder einfach nicht schnell genug hinein kam, um ein Malheur zu verhindern. Mehrere verteilte Katzenklos mit niedriger Einstiegshöhe oder einer Rampe können Abhilfe schaffen. Ältere Freigänger sollten als Alternative bei schlechtem Wetter auch eine Katzentoilette im Haus zur Verfügung haben.

Putzen

Fell- und Körperpflege werden manchmal beschwerlich, wenn man sich nicht mehr gut verrenken kann. Viele Katzen genießen es, von ihren Menschen gebürstet zu werden. Schuppen oder eine trockene Haut können auf einen Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen hinweisen.

Trinken

Ausreichend Trinken ist für Katzen genauso wichtig wie für Menschen. Gerade im Alter ist es noch wichtiger, damit sie nicht dehydrieren. Mehrere verteilte Wasserschalen können viele Katzen zum Trinken animieren. Auch mehrere kleine Nassfuttermahlzeiten können eine Lösung sein, um den Feuchtigkeitshaushalt zu unterstützen.

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