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Tipps für die Winterfütterung


Im Sommer nehmen Pferde viele wichtige Stoffe über das frische Weidegras auf: Proteine und Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe sowie genügend Rohfaser. Im Winter sieht das ein wenig anders aus. Die meisten Pferde stehen im Stall oder auf dem Paddock. Aber auch Weidegänger sind jetzt nicht mehr ausreichend versorgt: Das Gras hat im Winter weniger Inhaltsstoffe als im Sommer. Das Pferd müsste also deutlich mehr fressen, um seinen Bedarf zu decken. Das geht in der Regel nicht, weil Gras bei kalten Temperaturen nicht mehr wächst. Also muss zugefüttert werden.

Ganz oben steht natürlich eine ausreichende Menge an qualitativ hochwertigem Heu oder hochwertiger Heulage. Es sollte von grünlicher Farbe sein, dazu staubfrei und angenehm duften und aus dem letzten Sommer stammen. Die Faustformel 1,5 Kilo Heu pro 100 Kilo Lebendgewicht kann man mit 10 Prozent Winterzuschlag versehen, bei alten Pferden oder bei Pferden mit wenig Winterfell können es ruhig 20 Prozent oder mehr sein. Heu wird mehrmals am Tag gereicht, damit keine längeren Fresspausen entstehen.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Vitamin- und Mineralstoffbedarf. Er kann über ein gutes Ergänzungsfutter gedeckt werden. Damit sind Ponies und Pferde im Erhaltungsbedarf, also Pferde, die im Winter keine oder nur wenig Leistung vollbringen, in der Regel gut versorgt.

Anders sieht es bei Pferden mit einem erhöhten Energiebedarf, wie Senioren und Pferde mit hohem Blutanteil sowie Reitpferden im Training aus: Sie brauchen oftmals mehr Energie. Hier kann Kraftfutter wie zum Beispiel Hafer oder Müsli zum Einsatz kommen. Allerdings ist Augenmaß gefragt: Besonders bei Pferden und Ponies, die trainiert werden, muss die tatsächliche Leistung gut eingeschätzt und die Fütterung entsprechend angepasst werden, damit das Pferd nicht verfettet. Generell sollte auch hier die optimale Heuversorgung an erster Stelle stehen.

Wer nicht soviel Kraftfutter geben möchte, kann gesunden Pferden alternativ etwas Öl füttern. Gut geeignet ist Leinöl. In kleinen Mengen zugefüttert, liefert es Energie, ohne die Verdauung zu stark zu belasten. Wichtig: Ranziges Öl nicht mehr verfüttern.

Ebenfalls eine gute Alternative zu reinem Kraftfutter sind Rübenschnitzel. Sie enthalten viel Rohfaser, sind daher leicht verdaulich und werden von den meisten Pferden gerne genommen. Wichtig ist, dass sie in pelletierter Form mindestens 12 Stunden vorher mit ausreichend Wasser eingeweicht werden müssen. Angenehmer Nebeneffekt: Wenn man die Schnitzel mit etwas mehr Wasser als nötig einweicht, trinken die Pferde die überstehende Brühe gerne mit – ein zusätzlicher Pluspunkt bei der Wasseraufnahme, die man auch im Winter und besonders bei Senioren immer im Blick haben sollte.

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