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Trakehner - Rasseportrait Teil 10


Edel, temperamentvoll, ausdauernd: Der Trakehner (korrekt: Warmblutpferd Trakehner Abstammung) ist die wohl berühmteste deutsche Warmblutrasse.

Gegründet wurde das Gestüt Trakehnen in Ostpreußen im Jahr 1732 durch König Friedrich Wilhelm von Preußen. Damit ist der Trakehner die älteste Reitpferderasse Deutschlands. Die Zucht war zu diesem Zeitpunkt aber schon bedeutend älter, ihre Anfänge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Das Zuchtziel waren ausdauernde, elegante und robuste Reitpferde, die sowohl als Zugpferde in der Landwirtschaft, als elegante Kutsch- und auch als Militärpferde einsetzbar waren. Ab dem 19. Jahrhundert wurden vermehrt Vollblüter eingekreuzt, die den Trakehner bis heute prägen. Den Höhepunkt erreichte die Trakehnerzucht Anfang des 20. Jahrhunderts, als Trakehner sehr erfolgreich in der aufkommenden internationalen Sportreiterei eingesetzt wurden.

Am 17. Oktober 1944 wurde das Gestüt aufgrund des Vorrückens der russischen Armee evakuiert und im Winter 1944/45 verließen die Menschen mit ihren Pferden das Land nach Westen. Auf dem monatelangen Treck erreichten von ehemals über 25.000 Tieren aus Trakehnen und anderen privaten Trakehnerzuchten nur etwa 1500 Westdeutschland, die überall im Land unterkamen.

Um den Trakehner vor dem Aussterben zu bewahren, gründete sich 1947 in Hamburg der Trakehner Verband (vollständig: Verband der Züchter des Warmblutpferdes Trakehner Abstammung e.V.) mit dem Ziel, die Trakehner zu erhalten und mit den verbliebenen Pferden eine neue Zucht aufzubauen. Bis heute werden die Trakehner reinblütig gezüchtet, es werden also außer Vollblütern keine anderen Rassen eingekreuzt. Die heute lebenden Trakehner lassen sich alle auf die ursprüngliche Zucht in Ostpreußen zurückführen. Zudem wurden Trakehnerhengste auch in anderen Warmblutzuchten eingesetzt, um aus schweren Warmblütern leichtere Sportpferde zu züchten.

Der Trakehner ist heute ein Sportpferd mit eleganten, raumgreifenden Gängen und einem schlanken und athletischen Körperbau. Seine Stärke liegt in der Vielseitigkeit, wo Dressurveranlagung und Springvermögen zusammen mit Härte, Ausdauer und Trittsicherheit im Gelände benötigt werden. Aber auch im Springsport sowie in der Dressur sind Trakehner stets ganz vorne zu finden. Ebenso werden sie nach wie vor im Fahrsport eingesetzt und eignen sich natürlich auch für den fortgeschrittenen Freizeitreiter. Das Stockmaß liegt zwischen 160 und 170 cm, alle Farben, auch Schecken, sind erlaubt. Charakterlich gilt der Trakehner als intelligent, leistungswillig und verlässlich. Allerdings ist er auch temperamentvoll und hat seinen eigenen Kopf.

Wer sich für einen Trakehner entscheidet, bekommt ein stolzes und sensibles Pferd, das  eine ruhige, aber konsequente Ausbildung und einen souveränen, gelassenen Reiter braucht. Dann wird es sein Potential voll entwickeln und man gewinnt gleichzeitig einen Freund fürs Leben.

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