zurück zur Übersicht

Trennung mit Hund


„Herrchen ade! Scheiden tut weh.“ Wenn Paare auseinandergehen, stellt sich die Frage, was nach der Trennung mit dem gemeinsamen Hund passiert: Zu ihr, zu ihm – oder doch geteiltes „Sorgerecht“? Gar nicht so einfach, denn auch wenn es mit dem Partner nicht mehr klappen will, möchte meist keiner auf das geliebte Haustier verzichten. Trotzdem sollten möglichst schnell klare Strukturen geschaffen werden, damit dem Vierbeiner allzu großer Stress erspart bleibt.

Trennung – und jetzt?

Für viele Menschen ist der Hund ein festes Familienmitglied, das beinahe die Stelle eines eigenen Kindes einnimmt. Vor allem bei gemeinsam angeschafften Tieren ist die Entscheidung deshalb schwierig, wie es nach der Scheidung oder Trennung mit dessen Versorgung weitergehen soll.

Bei einer Trennung mit Kindern ist es die Regel, dass der Kontakt zu beiden Elternteilen erhalten bleibt. Aber funktioniert das beim Trennungshund eigentlich genauso? Nicht ganz, denn während man Kindern ab einem gewissen Alter die Trennungssituation erklären kann, muss der Hund einfach hinnehmen, dass er ein Herrchen oder Frauchen plötzlich nur noch ab und zu treffen kann.

Individuelle Lösungen

Wenn es darum geht, es dem Hund nach einer Trennung so angenehm wie möglich zu machen, gibt es keine Patentrezepte. Hunde sind so unterschiedlich wie wir Menschen, und was für den einen funktioniert, kann für den anderen eine psychische Tortur darstellen. Ein paar Dinge lassen sich aber dennoch festhalten:

Hatte der Hund während der Partnerschaft eine klare Bezugsperson, ist es vermutlich das Beste, ihn ganz bei dieser Person zu lassen. Aber auch Hunde, die ihre Liebe vorher gleichmäßig verteilt haben, können sich - nach einer Phase des Trennungsschmerzes - in der Regel gut auf einen Partner einstellen. Hier bietet sich derjenige an, der zukünftig die meiste Zeit für den Hund aufbringen kann.

Da Hunde sehr sensibel für die Psyche ihres Menschen sind, leiden sie besonders dann, wenn der Zweibeiner selbst die Trennung nicht verschmerzt. In einer solchen Phase hilft es Mensch und Tier gleichermaßen, sich durch gemeinsame Aktivitäten abzulenken. Wer seinen Hund langfristig allein versorgen will, sollte in der ersten Zeit außerdem vermeiden, den ehemaligen Partner zu treffen. Dies würde den Hund unnötig verwirren.

Halb und halb?

Komplizierter wird es in Fällen, in denen eine einseitige Betreuung nicht möglich oder nicht gewünscht ist. Manches Ex-Paar unternimmt den Versuch, den Hund „aufzuteilen“, was dazu führt, dass Bello alle paar Tage oder Wochen das Zuhause wechselt. Auch wenn eine solche Situation Hunden grundsätzlich mehr abverlangt, muss sie kein No-Go sein. Hunde sind flexibler, als wir oft meinen, und so mancher kommt mit dem Wohnungs- und Personenwechsel gut zurecht. Wichtig ist jedoch, den Hund genau zu beobachten: Wirkt er entspannt? Frisst er gut? Geht er mit beiden gerne spazieren?

Auch die Verweildauer bei einer Person spielt in diesem Konzept eine Rolle. So vertragen manche Hunde einen Wechsel nach ein oder zwei Tagen gut, während andere größere Intervalle bevorzugen.

Hat man allerdings den Eindruck, dass der Hund über längere Zeit negativ auf die unstete Lebenssituation reagiert, sollte eine eindeutige Lösung gefunden werden – auch wenn es schwerfällt.

Schlagworte

  • Hund
  • Trennung
  • Sorgerecht

Kommentare

Bisher wurden keine Kommentare geschrieben.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Unter diesem Namen wird Ihr Kommentar veröffentlicht und gespeichert.
Mit einem * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder. Bitte füllen Sie sie aus.
zurück zur Übersicht

Sind Sie sicher, dass dieser Beitrag gelöscht werden soll?

Ja
Zur Website

Filtern

nach Zeitraum

nach Kategorie

zurücksetzen