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Übergewichtige Hunde


Übergewicht ist ein großes Problem bei uns Menschen – und es macht auch vor unseren Haustieren nicht Halt. Hauptursachen sind genau wie bei uns meistens zu viel Futter und zu wenig Bewegung.

Aber es gibt auch andere Gründe: Zum Beispiel neigen viele kastrierte Hunde durch den veränderten Hormonhaushalt zu Übergewicht. Manchmal kann auch eine ernste Erkrankung dahinter stecken, etwa Morbus Cushing oder eine Störung der Schilddrüsenfunktion. Daher ist es wichtig, bei den ersten Anzeichen von Übergewicht die Ursachen abzuklären.

Das Gewicht allein reicht zu einer korrekten Beurteilung des Ernährungszustandes oft nicht aus, denn die angegebenen idealen Gewichte der verschiedenen Rassen können bei zierlichen oder kräftig gebauten Tieren schon mal abweichen. Günstiger ist es, zusätzlich zum Gewicht auf folgende Anzeichen zu achten: Wenn ein Hund von oben betrachtet keine Taille mehr hat kann das ein Anzeichen für Übergewicht sein. Auch ein hängender Bauch ist ein deutliches Warnzeichen: Schaut man den Hund von der Seite an, hängt der Bauch bei einem übergewichtigen Hund nach unten, während ein Hund mit guter Figur vom Brustkorb zum Becken eine ansteigende Linie aufweist.

Das Ertasten der Rippen ist ein weiterer Test: Die Rippen sollten durch eine leichte Fettschicht hindurch bei sanftem (!) Druck mit der Handfläche gut spürbar sein. Muss man mehr Druck aufwenden, um etwas zu spüren, hat der Hund zu viel Speck auf den Rippen. Auch am Ansatz der Rute können sich verräterische Fettschichten bilden. Weitere Anzeichen sind Bewegungsunlust, häufiges Hecheln und Atemprobleme.

Übergewicht kann schwere Folgeschäden bewirken. Zum Beispiel werden die Gelenke des Hundes durch das zusätzliche Gewicht stark belastet. Auch Herz und Kreislauf werden in Mitleidenschaft gezogen. Erkrankungen am Herzen, Diabetes mellitus und eine geschwächte Immunabwehr sind weitere mögliche Folgen. Erwiesen ist, dass Übergewicht das Leben des Hundes deutlich verkürzen kann.

Das einfachste Rezept gegen Übergewicht beim ansonsten gesunden Hund ist viel Bewegung bei gut dosierter Fütterung. Einfach gesagt: Der Hund sollte nicht mehr Energie durch das Futter aufnehmen als er verbraucht. Zum Futter gehören natürlich auch Leckerlis. Kommt man nicht ohne gelegentliche Belohnung aus, muss diese Leckerligabe vom restlichen Futter abgezogen werden.

Ist der Hund bereits zu dick, beginnt man die Diät mit einem Termin beim Tierarzt. Eine ärztlich betreute, kontinuierliche, maßvolle Gewichtsreduktion durch spezielle Diätfuttermittel und einen sinnvollen Trainingsplan helfen, den Hund langsam wieder auf ein gesundes Gewicht zu bringen. Um vorzubeugen, kann man zum Beispiel kastrierten oder älteren Hunden extra Futtermittel anbieten, die ihre veränderte Stoffwechselsituation berücksichtigen. Und natürlich kommt mehr Bewegung auf den Tagesplan: Je nach Rasse und Alter sind mehrere Stunden täglich Pflicht.

Schlagworte

  • Übergewicht
  • Gesundheit
  • Kastration
  • Gelenke
  • Diät

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