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Versteckte Gefahr für Hunde: Risiken im eigenen Wohnzimmer


Ihr Hund hat die Zimmerpflanze angeknabbert oder die geerbte Vase von Oma umgeworfen? Im eigenen Zuhause verstecken sich Gefahren, die für Ihren Vierbeiner erst auf den zweiten Blick zu einem großen Risiko werden. Wir verraten Ihnen, wie Sie Ihren Hund am besten schützen.

Wer sich ein Tier nach Hause holt, trägt Verantwortung. Als Hundehalter muss man dafür sorgen, dass das Zuhause so hundesicher wie möglich ist. Jedoch lauern Gefahren oftmals dort, wo man es am wenigsten erwartet. Lebensmittel, Pflanzen und Kleinteile können schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Den Besuch beim Tierarzt nach solch einem Zwischenfall können Sie verhindern.

1. Giftige Lebensmittel

Chips, Schokolade und Süßigkeiten: Was wir Menschen gern essen, kann für den Hund sehr ungesund oder sogar giftig sein. Stark gewürzte Lebensmittel, koffeinhaltige Getränke und Essensreste sowie Süßigkeiten sollten außer Reichweite von Hunden aufbewahrt werden.

In vielen Lebensmitteln ist der Zuckeraustauschstoff Xylit (Birkenzucker) enthalten. Er ist giftig für Hunde. Diese Produkte müssen hundesicher verpackt werden. Xylit ist zum Beispiel in vielen zuckerfreien Bonbons, Kaugummis oder in Zahnpasta enthalten. Hier lohnt es sich, die Zutatenliste genauer zu studieren.

2. Medikamente

Medikamente für Menschen sind oft giftig für Hunde. Verstauen Sie Schmerzmittel wie Aspirin oder Ibuprofen sowie Schlaf- und Beruhigungsmittel unbedingt an einem sicheren Ort, an den Ihr Hund nicht herankommt. Viele Wirkstoffe werden zwar auch für Hunde verschrieben, die Dosierung ist dabei aber viel geringer: Ein 90 Kilo schwerer Mann benötigt zum Beispiel eine Dosierung, die für einen fünf Kilo schweren Hund gefährlich werden kann.

3. Möbel und Dekoration

Inspizieren Sie Ihre Möbel und Dekoration einmal genau: Gibt es etwas, was vielleicht herunterfallen könnte, wenn der Hund gegen das Regal läuft oder an der Tischdecke zieht? Hier könnte er sich durch Scherben der Vase verletzen oder von spitzen Kante eines Gegenstandes getroffen werden.

4. Pflanzen

Gerade junge Hunde neigen dazu, ihre Umgebung mit Anlecken und Anknabbern zu erkunden. Einige unserer Zimmerpflanzen sind giftig für die vierbeinigen Begleiter und sollten besser nicht in Knabberhöhe stehen. Gefährlich sind zum Beispiel Tulpen, Geranien, Maiglöckchen, Efeu und Weihnachtsstern.

5. Kleinteile

Gerade jungen Hunden wird ihre Neugierde und ihr Spieltrieb zum Verhängnis: Herumliegende Kleinteile wie Reißzwecken und Nähnadeln können verschluckt oder in die Pfote eingetreten werden, Plastiktüten animieren womöglich zum Hineinkriechen und es droht Erstickungsgefahr.

6. Spielzeug und Kauartikel

Mit  einigen Spielzeugen und Kauartikeln sollten Sie Ihren Hund nicht unbeaufsichtigt lassen. Kuscheltiere, bei denen die Augen nicht gestickt, sondern aus hartem Plastik bestehen, können verschluckt werden.

Ein Kauknochen kann ebenfalls gefährlich werden, wenn der Hund das Ende verschluckt. Der Knochen kann im Rachenbereich stecken bleiben und zu Atemproblemen führen. Hat der Knochen den Rachen bereits passiert, kann er auf dem Weg in den Magen die Speiseröhre oder den Darm perforieren.

Generell gilt, nichts unbeaufsichtigt oder in Reichweite des Hundes liegen zulassen. Hilfreich ist, Ihr Zuhause einmal aus Hundeaugen zu betrachten: liegt irgendwo etwas herum, was man klauen, anknabbern oder verschlucken könnte?

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