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Warnung: Ansteckende Blutarmut der Einhufer

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Die Equine infektiöse Anämie (EIA) ist eine Erkrankung des Blutes und der blutbildenden Organe bei Pferden und anderen Einhufern und wird durch ein Virus übertragen. Dieses Virus ist weder auf andere Tiere noch auf Menschen übertragbar. Für Pferde allerdings ist eine Ansteckung fatal, denn früher oder später führt die Anämie zum Tod. Besonders gefährlich sind Pferde, die zwar infiziert, aber symptomfrei sind, denn sie verbreiten das Virus unbemerkt weiter. Die EIA ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Das Anämievirus ist recht widerstandsfähig: In getrocknetem Blut bleibt es bis zu acht Monate infektionsfähig, in frischem Mist zwei Monate, im gepackten Misthaufen immerhin noch einen Monat. Die Übertragung erfolgt in erster Linie über virushaltiges Blut. Hauptüberträger sind Bremsen, Stechmücken und andere blutsaugende Insekten. Direkte Kontaktinfektionen zwischen Pferden sind seltener. Die Krankheit tritt weltweit auf, vorwiegend jedoch in Feuchtgebieten. Hat ein Pferd sich infiziert, kann es sechs Wochen dauern, bis erste Krankheitsanzeichen auftreten, unter anderem Fieber, Schwierigkeiten beim Laufen, Zittern, angelaufene Gliedmaßen, Ödeme oder blasse Schleimhäute. Beim chronischen Verlauf wirken die Tiere zwischen den Krankheitsschüben normal. Der "Coggins-Test" gibt Auskunft, ob ein Pferd Virusträger ist. Gegen EIA kann nicht geimpft werden, und auch eine Behandlung ist weder möglich noch erlaubt. Infizierte Tiere müssen leider getötet werden. Verdächtige Bestände werden unter Quarantäne gestellt.

Exklusiv - Unser Unternehmenstierarzt im Interview:

Wo könnten Gefahren bestehen?

Die größte Gefährdung besteht in Ställen mit hoher Fluktuation und beim Kontakt zu Pferden unbekannter oder osteuropäischer Herkunft.

Gibt es Maßnahmen, durch die jeder Einzelne seine Tiere schützen kann?

Pferdehalter sollten alle empfohlenen Hygiene- und Quarantänemaßnahmen beachten und für einen Pferde-Insektenschutz sorgen. Wichtig: Alle Pferde bei der Tierseuchenkasse anmelden, sonst besteht kein Anspruch auf die Entschädigung von bis zu 5000 Euro pro Tier, falls das Pferd getötet werden muss.

Worauf sollten Einstellbetriebe achten?

Bei unklaren Krankheitssymptomen an eingestellten Pferden ist unbedingt frühzeitig tierärztlicher Rat einzuholen. Kranke Tiere sind zu isolieren. Stall- und Weidehygiene müssen optimiert werden, und es sollte kein stehendes Wasser auf Paddocks und Weiden geben.

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Kommentare


  • Sehr geehrte Damen und Herren, 

    was soll diese Warnung? Gibt es akute Fälle in Deutschland? Oder füllt dieser Beitrag das Sommerloch? Laut Wikipedia gab es im Jahr 2009 6 (!) positiv getestete Pferde in Oberfranken, wobei z.B. in Rumänien die Rate bei 11.000 Pferden liegt. Unnötige Panikmache finde ich absolut nicht angebracht.

    Freundliche Grüße

    Birgit Fetzer

     


  • Liebe Frau Fetzer, unter keinen Umständen wollen wir hier eine unnötige Panik auslösen – unser primäres Ziel ist es, Pferdehalter aufzuklären. Leider haben wir in den Nachrichten von ersten Fällen in Süddeutschland erfahren und wollten einfach für das Thema sensibilisieren. Freundliche Grüße, das Redaktionsteam der Uelzener

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