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Weidemyopathie: Gefahr lauert im Frühling

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Plötzlich liegt ein totes Pferd auf der Weide. An diesem Schreckensszenario kann der Bergahorn schuld sein. Für Pferde ist der Baum hochgiftig. Ist ein Pferd betroffen, gibt es oft keine Rettung mehr. So schützen Sie Ihr Pferd vor der tödlichen Gefahr?

Im Frühjahr und im Herbst macht Reiter die atypische Weidemyopathie Sorgen. Das Gift des Bergahorns befindet sich neben den Flügelfrüchten ebenso in den Keimlingen. Erste Fälle wurden bereits in den 30er Jahren beschrieben. Tierärzte aus Europa, Australien, Kanada und den USA konnten sich die Erkrankung lange nicht erklären. Erst 2015 konnte eine Arbeitsgruppe die Ursache für die tödlichen Vergiftungen aufklären. Ursache, Anzeichen und Vorsorge: So schützen Sie Ihr Pferd.

Arten des Ahorns

Weidemyopathie: Was steckt dahinter?

Die Ursache – die Flügelfrüchte des Bergahorns fallen vor allem im Herbst von den Bäumen. Genauso giftig für Pferde kann jedoch auch der Verzehr von Keimlingen des Baumes im Frühjahr sein. Mehrere aktuelle Praxisfälle der Uelzener Versicherungen zeigen die steigende Brisanz. Grund: Der trockene Sommer des vergangenen Jahres sorgte für Futterknappheit auf den Weiden. Durch das kürzere Gras nahmen die Pferde beim Fressen vermehrt Ahornsamen mit auf. Der milde Winter sorgt zusätzlich dafür, dass im Frühling eine große Anzahl an Keimlingen vom Baum produziert wird.

Das Krankheitsbild – die atypische Weidemyopathie ist eine Störung des Muskelstoffwechsels. Der Giftstoff Hypoglycin A aus dem Samen und den Keimling des Bergahorns hemmt den Fettstoffwechsel. Er versorgt die Muskelzellen des Pferdes nicht mehr mit ausreichend Energie. Die Muskeln der Pferde werden lahm.

Die Anzeichen – nach der Aufnahme des Ahorns dauert es ein bis zwei Tage, bis die Symptome auftreten. Oft ähneln die Anzeichen einer beginnenden Kolik. Für Pferdehalter aber auch Tierärzte ist es schwierig, die Krankheit auf den ersten Blick zu erkennen. Pferde reagieren zudem sehr unterschiedlich auf die Vergiftung mit Bergahorn. Mittlerweile ist sogar anzunehmen, dass das Gift auch über Trinkwasser aufgenommen wird. Samen sowie Keimlinge kontaminieren die Tränken.

Pferdebesitzer sollten jedoch auf folgende Symptome achten:

  • Steifheit
  • Schwäche / Muskelschwäche
  • Schwitzen
  • Erhöhte Herz- und Atemfrequenz
  • Depression
  • Schlundverstopfung
  • dunkler Urin

Wie können sich Pferdebesitzer schützen?

Die Vorsorge – erste Abhilfe können Pferdebesitzer mit dem Anbieten von frischem Trinkwasser schaffen. Denn die Pferde nehmen das Gift auch über stehendes Wasser auf. Ein zusätzliches Angebot an Raufutter kann dafür sorgen, dass die Pferde die Flügelfrucht oder den Keimling nicht aufnehmen. Wichtig ist, dass die Pferde maximal sechs Stunden auf der Weide stehen. Die Umgebung der Weide sollte auf Ahorn abgesucht und Keimlinge schnell beseitig werden. Sicher ist sicher: Gegebenenfalls sollten Weiden für Pferde gesperrt oder Bäume abgeholzt werden.

Die Behandlung – kommt es zu einer Weidemyopathie ist schnelles Handeln gefragt. Der Tierarzt kann erkrankten Pferden mittels Infusionen von Elektrolyten und Zucker, Gabe von Schmerzmitteln und Verabreichung von Vitaminen und Antioxidantien helfen. Die Prognose hängt von der Schwere der Erkrankung ab. So lange die Pferde noch Stehen können, kann eine vollständige Heilung erfolgen.

Kommentare


  • Also dieser Bericht ist zwar gut gemeint, hilft mir aber in der Realität leider überhaupt nicht weiter.

    Wie kann ich denn jetzt mein Pferd schützen??? Hiflreich ist für mich etwas anderes.


  • Hallo,

    als Pferdebesitzer kann man leider nicht viel machen, als die Augen offen halten und den Bergahorn erkennen und schauen ob die Weiden betroffen sind. Wenn es zu einer Vergiftung kommt, geht es um das richtige und schnelle Handeln.

    Freundliche Grüße, das Social Media-Team der Uelzener


  • Sehr hilfreicher Kommentar!

    Einfach die Augen aufmachen und schauen, ob sich Bergahornbäume in der Nähe der Weiden befinden und die Pferde unterwegs nicht überall fressen lassen!

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