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Weihnachtsleckereien sind nichts für Hund und Katze


Weihnachten ist auch das Fest des leckeren Essens. Egal ob als Hauptmahlzeit oder zwischendurch, die ganze Zeit stehen die tollsten Dinge vor einem und wollen gegessen werden. Klar, dass Hund und Katze mit feuchten Nasen daneben stehen und auch gerne etwas abbekommen möchten. Sehr zu ihrem Unverständnis ist das meiste für sie jedoch ungesund oder sogar giftig.

Schokolade ist kein Snack für Tiere. Das im Kakao enthaltene Alkaloid Theobromin, chemisch ein Verwandter des Koffeins, kann schon in kleinen Mengen für die Tiere tödlich sein, da ihr Organismus den Stoff nur langsam abbaut. Die Konzentration des Theobromins hängt vom Kakaogehalt der Schokolade ab: Bitterschokolade mit hohem Kakaoanteil enthält mehr Theobromin als Vollmilchschokolade. Symptome einer Vergiftung treten zwischen 2 und 4 Stunden nach der Aufnahme der Schokolade auf: Unruhe, Zittern, Durchfall und Erbrechen, bei hoher Dosis kann nach 12 bis 36 Stunden der Tod durch Kreislaufversagen eintreten. Kleine Hunde und Katzen können sich aufgrund ihres geringen Körpergewichts schon mit deutlich weniger als einer Tafel Schokolade lebensgefährlich vergiften. Wenn also der Vierbeiner in „Schokoklau-Verdacht“ größeren Umfangs steht, sollte sofort ein Tierarzt zu Rate gezogen werden (Notfallnummer für die Feiertage griffbereit halten!). Aber auch auf kleine, freiwillige Gaben Schokolade sollte man unbedingt verzichten.

Weintrauben bzw. Rosinen sind für Hund und Katze ebenfalls giftig. Die genauen Gründe sind bisher zwar nicht bekannt, aber die Aufnahme von 10 g Trauben oder 2,8 g Rosinen pro Kilo Körpergewicht können nach wenigen Stunden Vergiftungserscheinungen von Durchfall und Erbrechen bis hin zu Nierenversagen auslösen. Auch hier gilt bei Verdacht: Vorsorglich den Tierarzt kontaktieren.

Plätzchen und Kekse enthalten viel Zucker und Fett. Der Zucker und die im Getreide enthaltene Stärke lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und belasten auf Dauer die Bauchspeicheldrüse. Diabetes kann die Langzeitfolge sein. Zuviel Fett führt ebenso wie Zucker zu Übergewicht und kann damit ebenfalls Diabetes begünstigen. Ganze Nüsse können, wenn sie unzerkaut geschluckt werden, einen Darmverschluss bewirken.

Auch wenn der Enten- oder Gänsebraten noch so lecker duftet, er ist für unsere Haustiere viel zu fettig. Zudem können die Gewürze Verdauungsprobleme bewirken. Geflügelknochen können splittern und Verletzungen im Mund oder Verdauungstrakt verursachen.

Am besten fährt man, wenn die ganzen leckeren Dinge gar nicht erst in Reichweite der Tiere kommen. Ebenso muss man dem treuen Hundeblick oder der um die Beine streichenden Katze widerstehen können und sollte ihnen nichts von den menschlichen Leckereien abgeben. Statt dessen gibt es im Handel viele gesunde Hunde- und Katzenleckereien, die Weihnachten garantiert auch für die eigenen Vierbeiner zum Festtag machen.

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  • Weintrauben bzw. Rosinen
  • Plätzchen und Kekse
  • Enten- oder Gänsebraten

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