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Wenn Katzen auch im Winter draußen sind: Gefahren durch Streusalz & Co.


Katzen sind im Winter nur ungern draußen. Schnee, Eis und kalter Wind sind nicht so ihre Sache. Trotzdem gehen viele Freigänger im Winter hier und da vor die Tür, schließlich muss man ja im Revier nach dem Rechten sehen. Damit aus dem winterlichen Freigang kein Katzenjammer wird, sollten Katzenbesitzer folgende Dinge beachten.

Hat es draußen kräftig gefroren oder geschneit, sind in der Regel die Straße und der Gehweg gestreut. Die meisten Katzen wählen zwar ihre eigenen Pfade auf dem Streifzug durch ihr Revier und umgehen so meistens die gestreuten Bereiche. Trotzdem ist es besonders in Städten kaum zu vermeiden, dass sie mit Streusalz oder Split in Berührung kommen. Salz an den Pfoten und im Fell kann zu Reizungen der Haut führen. Außerdem besteht die Gefahr, dass die Katze bei der Pfoten- und Fellpflege vermehrt Salz aufnimmt. Das kann wiederum Magen-Darm-Probleme verursachen.

Daher sollten bei der Rückkehr der Katze die Pfoten kontrolliert und vorsichtig mit einem feuchten Lappen abgeputzt oder mit lauwarmem Wasser abgewaschen werden. Auch das Fell kann mit einem Lappen abgerieben werden. So ist gewährleistet, dass die Katze beim Putzen möglichst wenig Salz aufnimmt. Verletzungen an den Pfoten durch Split oder Eis werden zudem schnell entdeckt. Eincremen ist in der Regel nicht nötig, die Katze wird sowieso das meiste wieder ablecken. Sollten die Pfoten dennoch spröde und rissig sein, hilft der Tierarzt mit einer speziellen Creme.

Eine weitere Gefahr für Winterkatzen sind Frostschutzmittel für die Scheibenwaschanlage von Autos. Diese Mittel enthalten einen süß schmeckenden Inhaltsstoff, das Ethylenglycol. Gerade im Winter wird oftmals Scheibenwaschwasser nachgefüllt, was bei manchen Autos recht umständlich ist. Daher geht oft etwas daneben. Schon eine kleine Pfütze auf dem Boden reicht, um Katzen (und auch Hunde) magisch anzuziehen. Leider reichen auch schon wenige Milliliter, um die Katze schwer zu vergiften.

Vergiftete Katzen zeigen oft schon nach einer halben bis zu wenigen Stunden nach der Aufnahme Verhaltensauffälligkeiten wie schwankender Gang, Erbrechen, großer Durst und Abgeschlagenheit. 12 bis 24 Stunden nach der Aufnahme kann es zu akutem Nierenversagen kommen. Bei Verdacht auf eine Vergiftung mit Ethylenglycol oder wenn man die Katze sogar bei der Aufnahme beobachtet, sollte daher schnellstens der Tierarzt aufgesucht werden. Denn je eher Gegenmaßnahmen ergriffen werden, desto besser sind die Überlebenschancen. Darum sollte verschüttetes Scheibenwaschwasser, auch wenn es nur ein paar Tropfen sind, immer gewissenhaft aufgewischt werden. Behälter mit Ethylenglycol oder einem Gemisch sollten niemals offen herum stehen (gilt nicht nur für Hunde- und Katzenbesitzer, sondern auch für deren Nachbarn!).

Werden diese Dinge berücksichtigt, kommen Katzen gut durch den Winter.

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