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Impfungen bei Katzen

16.11.2015

Schwere Krankheiten können Katzen durch konsequentes Impfen erspart bleiben. Katzen sollten immer gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft werden. Eine Tollwut-Impfung ist für Freigänger erforderlich, eine Impfung gegen das feline Leukämievirus ist bei jüngeren Tieren zu empfehlen. Bei der Uelzener Tierkrankenversicherung gibt es 100 Euro Zuschuss pro Jahr für Impfungen.

Katzenschnupfen

Katzenschnupfen ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen der Atemwege und der Augen, ausgelöst durch Viren und Bakterien. Die Ansteckung erfolgt über Speichel, Tränenflüssigkeit und Nasensekrete an. Vor allem junge Katzen sowie geschwächte Tiere sind gefährdet. Symptome sind Nasenausfluss, verklebte Augen infolge von Bindehautentzündungen, Husten, Niesen, Fieber. Schwere Formen gehen mit Lungenentzündungen, hohem Fieber und Blutarmut einher. Diese Verläufe können tödlich enden. Einige Erreger können auch auf den Menschen übertragen werden (z. B. Chlamydien).

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erst- und Zweitimpfung in der 8., und 12. Lebenswoche, Drittimpfung in der 16. Lebenswoche, Viertimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung jährlich.

Katzenseuche (Feline Panleukopenie)

Die Katzenseuche ist eine hochansteckende Virusinfektion, die den Darm, das Knochenmark und das Lymphsystem befällt. Junge Katzen sind am häufigsten betroffen. Symptome sind blutige Durchfälle, Dehydrierung, Fieber, Bindehautentzündungen, Abgeschlagenheit, Nasenausfluss sowie eine starke Verminderung der weißen Blutkörperchen. Die Krankheit ist nicht auf den Menschen übertragbar.

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erst- und Zweitimpfung in der 8., und 12. Lebenswoche, Drittimpfung in der 16. Lebenswoche, Viertimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung alle drei Jahre.

Tollwut

Tollwut ist eine anzeigepflichtige Virusinfektion, die eine Gehirnentzündung auslöst und für Tier und Mensch tödlich endet. Symptome sind Wesensveränderungen wie aggressives Verhalten oder Apathie. Typisch sind zudem starker Speichelfluss, Bewegungsstörungen und später Lähmungen, an denen die Katze schließlich eingeht. Die Übertragung erfolgt meist infolge eines Bisses über den Speichel. Freigänger müssen geimpft werden.

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erst- und Zweitimpfung in der 12. und 16. Lebenswoche, Drittimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung alle drei Jahre (kann je nach Hersteller abweichen). Nur für Freigänger erforderlich.

Felines Leukämievirus („Leukose“)

Das feline Leukämievirus ist eine hochansteckende virale Erkrankung, die das Immunsystem befällt. Betroffen sind besonders junge Katzen, aber auch ältere. Übertragen wird das Virus durch Speichel, Blut und Urin. Symptome sind unter anderem Durchfälle, Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit. Erwachsene Katzen erkranken oft nur kurz, die Infektion heilt von selbst aus. Die Krankheit ist nicht auf den Menschen übertragbar. Für Freigänger ist eine Impfung notwendig.

Grundimmunisierung gem. Impfempfehlung der StIKo Vet: Erstimpfung ab der 8. Lebenswoche möglich, Zweitimpfung 3 bis 4 Wochen später, Drittimpfung im 15. Lebensmonat. Auffrischung jährlich. Nur für Freigänger erforderlich. Vorher sollte das Blut auf Viren untersucht werden.

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