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Wind und Wetter

25.09.2017

Dauerregen, Sturm, Kälte – der Winter hält dieses Jahr die ganze Palette an ungemütlichen Wetterbedingungen parat. Auch für die Pferde kann Regen auf die Dauer sehr anstrengend werden.

Dauerregen ist für Pferde in der Regel unangenehmer als Frost. Pferde bilden in ihrem Winterpelz eine isolierende Luftschicht aus, die bei geringer Luftfeuchtigkeit die Abgabe von Körperwärme an die Außenluft verlangsamt. Dringt aber Wasser tiefer in das Fell ein, zum Beispiel durch Dauerregen, ist die Luft an der Haut feucht und entzieht dem Körper vermehrt Wärme. Kommt zum Dauerregen auch noch scharfer, kalter Wind hinzu, kann ein Pferd auskühlen, weil die isolierende Luftschicht auf der Haut gestört ist. Diese Vorgänge führen dazu, dass die Tiere wesentlich mehr Energie verbrauchen, um ihre Körpertemperatur zu halten. Tagelanger Regen geht vor allem bei älteren und schwächeren Pferden schnell an die Substanz.

Wichtig: Alle Pferde sollten bei solch extremen Wetterbedingungen Zugang zu reichlich Heu und zu einem trockenen, windgeschützten Unterstand haben, in dem genügend trockene Liegefläche zur Verfügung steht. Oftmals werden gerade ältere Pferde von den anderen ausgegrenzt und aus dem Stall gedrängt. Beobachtet man ein solches Verhalten, müssen die betroffenen Pferde separiert werden. Gegebenenfalls kann durch einen zweiten Offenstall oder durch Einrichten eines „Seniorenpaddocks“ Abhilfe geschaffen werden.

Eine Regendecke ist bei länger anhaltendem Regen ebenfalls sinnvoll, sowohl für Senioren als auch für Pferderassen mit kurzem Fell. Robustpferde wie Isländer oder Shetties haben ein dickes Winterfell, das sie in der Regel auch bei stärkeren Niederschlägen trocken hält. Aber auch hier kann es nach tagelangem Regen dazu kommen, dass das Deckhaar das Wasser nicht mehr ausreichend abhalten kann. Darum sollte bei langen Regenperioden regelmäßig kontrolliert werden, wie weit die Feuchtigkeit bereits in das Fell eingedrungen ist. Bereits durchnässte Pferde werden mit Frottee-Tüchern „trockengelegt“ und mit einer extra Portion Heu versorgt und notfalls auch kurzzeitig eingedeckt oder aufgestallt.

Trotz schwieriger Witterungsverhältnisse sollten die Pferde auch im Herbst und Winter regelmäßigen Freilauf mit ihren Artgenossen, wenigstens stundenweise auf dem Paddock, genießen können.

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