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Bewegungslehre des Reitens

16.08.2017

In der Reitlehre wird der Sitz als Voraussetzung für die Hilfengebung des Reiters betont. Dabei wird nicht bedacht, dass er nicht ausschließlich Grundlage für die Einwirkung des Reiters ist, sondern vor allem Voraussetzung für die Zufriedenheit und Gesundheit des Pferdes ist.

Die Bewegungen des Pferdes sind dreidimensional, die des Menschen, bzw. Reiters naturgemäß auch. Nur werden heute die Bewegungen des Reiters durch eine Vielfalt von Beeinträchtigungen des täglichen Lebens so negativ beeinflusst, dass sie nicht mehr dreidimensional sind. Die Flexibilität des Reiterbeckens reduziert sich durch die vielen Sitztätigkeiten auf nicht körperkonformen Stühlen, durch insgesamt weniger tägliche Bewegungen, durch Benutzung von Schuhen, die nicht der natürlichen Körperhaltung des Menschen entsprechen, etc. Dadurch wird der Reiter in seinen genetischen Potenzialen so gestört, dass seine Beckenbewegungen nur noch eindimensional ablaufen.

Diese mangelnde Flexibilität des Beckens in alle Richtungen (vor-zurück; linksrechts; oben-unten) stört das Pferd dergestalt, dass seine von der Hinterhand erzeugten Bewegungen nicht mehr über seinen Rücken bis zum Maul und zurück zur Hinterhand fließen können. Das Pferd wird durch diese negativen Beeinflussungen des Reiterbeckens unzufrieden und verliert seinen natürlichen Vorwärtsdrang. Nur ein „losgelassener und durchlässiger“ Reiter ermöglicht ein zufriedenes Pferd. Die Zufriedenheit des Tieres ist Voraussetzung für seine psychische und physische Gesundheit. Wenn der Reiter über Jahre „gegen die natürlichen Bewegungen des Pferdes sitzt“, wird automatisch die Gesundheit des Pferdes aufs Spiel gesetzt. Das Reiterbecken verändert die natürliche Rückentätigkeit des Pferdes. Alle Gelenksysteme des Pferderückens, vom ersten Halswirbel (Okzipitalgelenk) bis zum Kreuz-Darmbeingelenk, werden in ihrer Funktionsfähigkeit negativ beeinflusst. Außerdem wirken sich diese Beeinträchtigungen auf alle weiteren Gelenksysteme negativ aus. Anatomisch-physiologische Veränderungen sind die Folge, die auch das Leben des Pferdes verkürzen können.

Der Reiter dialogisiert störungsfrei mit dem Pferd über sein bewegliches Becken Eckart Meyners

Gemeinsames Gleichgewicht

Zufriedenheit und Gesundheit von Pferd und Reiter sind aber in vollem Umfang nur gegeben, wenn sich Reiter und Pferd in einem gemeinsamen Gleich negatigewicht befinden. Eine Voraussetzung dafür sind die angesprochenen körperlichen Bedingungen von Reiter und Pferd. Beim Reiter kommen aber noch weitere Aspekte als nur die körperlichen hinzu.

Das Gleichgewicht des Reiters bezieht sich auch auf das vestibuläre und kinästhetische System. Das Erste befindet sich im Innenohr und wird durch entsprechende Organe wie Sacculus, Utriculus und Bogengänge reguliert. Kinästhetisches Gleichgewicht ist die Feinabstimmung der Rezeptoren (Propriorezeptoren) an den Muskeln, Sehnen und Gelenken, die jedes Ungleichgewicht empfangen und zu regulieren versuchen.

Beide Systeme können in ihrer Funktion nur durch viele Bewegungserfahrungen im täglichen Leben oder durch zusätzlichen Sport über das Reiten hinaus entwickelt werden. Also hat der Reiter nicht nur das Pferd zu bewegen, sondern muss sich auch zusätzlich „trainieren“, damit ein zufriedenes und gesundes gemeinsames Bewegen möglich wird.

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Joachim Sieben

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