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Fesselekzem beim Pferd

16.05.2018

Wie Sie richtig vorbeugen

Deshalb ist die Vorbeugung – mit angemessenen Haltungsbedingungen und entsprechender Pflege – besonders wichtig. In den meisten Fällen entsteht ein Fesselekzem, wenn die Fesselhaut ständiger Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Die Vorfahren unserer Pferde kommen ursprünglich aus trockenen Steppengebieten, ihre Haut ist nicht dafür geeignet, sich mit dauerhafter Nässe auseinander zu setzen. Auch der dichte Fesselbehang bestimmter Pferderassen kann dazu beitragen, die Bildung einer Mauke zu begünstigen. Bei Tinkern, Friesen, Kaltblut- und Ponyrassen lässt der üppige Bewuchs der Fesseln nur wenig Luft an die Haut und unterstützt damit das Einnisten von Bakterien.

Die beste Vorbeugung gegen die Mauke sind hygienische, trockene Haltungsbedingungen. Bei Stallhaltung sollte darauf geachtet werden, dass die Einstreu des Pferdes mindestens einmal täglich ausgetauscht wird, sauber und trocken ist. Matschige Paddocks sind eine der am meisten verbreiteten Ursachen für die Entstehung eines Fesselekzems. Insbesondere in Herbst und Winter sind viele Weiden, Koppeln und Ausläufe schlammig und feucht, die Pferde stehen bis zum Fesselgelenk im nassen Boden.

Kunststoff-Bodenplatten sind als Untergrund besonders hygienisch

Deshalb sollte schon bei der Planung eines sinnvollen Pferdeauslaufs darauf geachtet werden, dass in den stark frequentierten Bereichen wie vor der Futterraufe, an der Tränke und am Eingang eine effektive Drainage die Feuchtigkeit abführt. Ein reiner Naturboden, die Einstreu mit Holzhäckseln oder Schotter sind selten eine sinnvolle Lösung. Als besonders hygienisch haben sich spezielle Kunststoff-Bodenplatten erwiesen, die leicht zu reinigen sind und als zuverlässige Feuchtigkeitsbarriere fungieren.

Ist das Pferd nass geworden, sollte immer darauf geachtet werden, die Fesselbeuge zu trocknen. Die vorbeugende Behandlung mit Zinksalben kann sinnvoll sein. Ist es erst einmal zum Auftreten des Fesselekzems gekommen, ist die Behandlung meist langwierig. Ein Tierarzt sollte unbedingt hinzu gezogen werden - ohne die dauerhafte Veränderung unzureichender Haltungsbedingungen ist eine Heilung kaum möglich.

Auf fetthaltige Salben lieber verzichten

An erster Stelle sollte eine einmalige Waschung der Fesselbeuge mit einer milden Seife stehen, Schmutz und Krusten sollten dabei restlos entfernt werden. Nach der Reinigung sollten die befallenen Stellen mit einer cortison- oder antibiotikahaltigen Lotion etwa drei Tage lang behandelt werden. Auf stark fetthaltige Salben sollte lieber verzichtet werden, da sie die Wirkstoffe nicht bis in die unteren Hautschichten transportieren und die Haut statt dessen luftdicht abschließen.

Starker Fesselbehang sollte nur gekürzt, aber nicht geschoren werden, da eine Schur die Haarwurzeln nur zusätzlich irritieren würde. In den ersten Tagen ist meist ein Fesselverband sinnvoll, der die Haut vor Austrocknung, aber auch vor Nässe und Schmutz schützt. Bis zur vollständigen Abheilung sollte die Haut sorgsam mit Zinkpasten behandelt werden. Mauke ist in jedem Fall schnellstmöglich zu behandeln, denn wird die bakterielle Infektion nicht gestoppt, dringt sie in tiefere Hautschichten vor und kann hier noch schlimmere Schäden verursachen.

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