Pferde-OP-Versicherung

ab 12,30 €/Monat 

Angebot berechnen
produktdetails schwung

Neuigkeiten


Grundlagen der Pferdefütterung

10.01.2018

Pferde sind eigentlich Steppentiere

Und ihr Ernährungsverhalten ist auch heute noch ursprünglich. Das zeigt sich durch stetige Aufnahme kleiner, selektierter Futtermengen. Zur Gesunderhaltung des Pferdes ist eine korrekte Fütterung zwingend notwendig.

Ein Pferd nimmt täglich ca. 2 bis 3 kg Futtertrockensubstanz pro 100 kg Körpermasse auf, d. h. bei 600 kg Gewicht ca. 12 bis 18 kg. 12 kg entsprechen dabei etwa 14 kg Heu oder 45 bis 50 kg Weidegras. Grasen und Heufütterung kommen den Bedingungen der Steppe am nächsten. Damit einher gehen gleichmäßige Zahnabnutzung und hohe Speichelbildung. Die Speichelmenge hängt von der Dauer der Futteraufnahme ab. Kraftfutter wird schneller gefressen, weniger eingespeichelt, der Futterbrei wird trockener geschluckt. So kann die Vermischung des Mageninhalts mit Magensäure erschwert sein, was zu Verdauungsproblemen führen kann.

Die Mindestmenge an Raufutter muss in der Fütterung sichergestellt sein (mind. 1,5 kg Raufutter pro 100 kg Körpermasse). Bei Stroheinstreu kann stets Raufutter aufgenommen werden. Strohlose Haltung erfordert die Gabe von Futterstroh. Im Verhältnis zum gesamten Verdauungstrakt (ca. 200 l) ist der Pferdemagen relativ klein (15 bis 20 l). Höhere Kraftfuttermengen müssen auf mindestens drei Mahlzeiten verteilt werden. Im 20 bis 24 m langen Dünndarm werden durch Enzyme Kohlenhydrate und Fette zu ca. 90 Prozent, Eiweiße zu ca. 70 Prozent verdaut und durch die Darmwand resorbiert.

Der Nahrungsbrei passiert den Dünndarm in ca. 1,5 bis 2 Stunden, so dass Futtermittel mit geringer Verdaulichkeit (z. B. Stärke aus unbehandeltem Mais oder unbehandelter Gerste) eventuell nur unzureichend verdaut werden. Erst bei durch Zerkleinerung und Hitzebehandlung aufgeschlossener Gerste oder aufgeschlossenem Mais erreicht die Dünndarmverdaulichkeit der Stärke über 80 Prozent. Hafer hat auch ungequetscht eine Stärkeverdaulichkeit von über 80 Prozent. Vorsicht bei Verfütterung von ganzer Gerste oder ganzem Mais an folgende Gruppen: Pferde, die hohe Kraftfuttermengen erhalten (Sportpferde, säugende Stuten), junge Pferde (durch Zahnwechsel beeinträchtigtes Kauen), alte Pferde (Gebissschäden), Pferde, die reheanfällig sind. Eine hohe Stärkeverdaulichkeit des Futters im Dünndarm ist Voraussetzung für eine ungestörte Darmfunktion. Der Dickdarm des Pferdes gliedert sich in Blind-, Grimm- und Mastdarm. Blindund Grimmdarm sind Gärkammern, in denen Bakterien die großen Rohfasermengen aus dem Futter aufschließen.

Nährstoffe für die Energiegewinnung

Daraus entstehende reine Nährstoffe werden für die Energiegewinnung im Organismus bereitgestellt. Der Futterbrei verbleibt sehr lange im Dickdarm: im Blinddarm bis zu 20, im Grimmdarm bis zu 24 Stunden. Im hinteren Teil des Grimmdarms und im Mastdarm wird der Darminhalt eingedickt und zu Kotballen geformt. Nach bis zu 50 Stunden wird der Nahrungsrest mit einem Trockensubstanzgehalt von 20 bis 30 Prozent ausgeschieden.

Sind Sie sicher, dass dieser Beitrag gelöscht werden soll?

Ja

Ihr Ansprechpartner

Joachim Sieben

Geschäftsführer


Schützen Sie Ihre Freunde

Haftpflichtversicherung OP-Versicherung Krankenversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • OP-Versicherung
  • Krankenversicherung



Unsere Tierversicherung

Beitrag berechnen