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Heu für Pferde

09.05.2016

Basisfutter oder Krankmacher?

Getrocknetes Gras stellt noch immer das Grundnahrungsmittel unserer Pferde in den Wintermonaten dar. Doch mangelnde Heuqualität kann zu schweren Gesundheitsschäden führen.

Woraus besteht Heu?

Jede Heuwiese ist anders: Von der artenarmen sattgrünen Futtergewinnungsfläche, auf der fast in Monokultur hochgezüchtetes Deutsches Weidelgras wächst, bis hin zur kräuterreichen Wiese, auf der eine Vielzahl an alten, mageren Grassorten zu finden ist, rangieren die Flächen, von denen Heu für Pferde gewonnen wird. Entsprechend unterschiedlich ist im Ergebnis das Heu: Heu aus Weidelgras, Wiesenschwingel oder Wiesenrispe kann hohe Fruktananreicherungen enthalten. Solches Heu ist insbesondere für leichtfuttrige Pferde und Robustrassen gefährlich, weil es Hufrehe auslösen kann. Neueren Forschungen zufolge können Weidelgras- und Wiesenschwingelbestände zudem mit Endophyten befallen sein, symbiotisch in der Pflanze lebenden Pilzen, deren Giftstoffe beim Pferd schwerste Stoffwechselstörungen hervorrufen können. Ideal für Pferde ist Heu von alten Grünlandflächen, auf denen viele verschiedene Gras- und Kräuterarten vorkommen. Hier geht eine Gefahr zumeist von mitgemähten Giftpflanzen aus, die ihre Giftwirkung auch im Heu noch behalten, zum Beispiel Herbstzeitlose, Kreuzkrautarten, Gefleckter Schierling oder Sumpfschachtelhalm. Immens wichtig ist daher eine gute Pflege auch von Heuwiesen, die eine dichte, lückenlose Grasnarbe aufweisen und regelmäßig auf ihren Pflanzenbestand hin überprüft werden sollten.

Ernte und Lagerung

Das beste Kräuterheu macht Pferde krank, wenn Fehler bei Ernte und Lagerung gemacht werden. Das beginnt schon bei der Mahd: Gemäht wird häufig zu tief, sodass Erde und auch tote Kleintiere mit ins Heu gelangen. Wer hier auf fünf Zentimeter Mähgut verzichtet und das Mähwerk etwas höher einstellt, bekommt weitaus besseres Heu! Auch die modernen, sehr schnellen Heuwender sind der Qualität abträglich, denn zu häufiges und vor allem zu schnelles Wenden zerschlägt Blattmasse und Halme, das Heu zerbröselt und wird zu einer sehr staubigen Angelegenheit, die von Pferden nicht gern gefressen und nicht gut vertragen wird. Wer sich die Zeit nimmt, Heu langsam und womöglich mit alten Maschinen zu wenden, erhält grobes, gutes, staubarmes Pferdeheu.

Gepresst wird heute vielfach in Großballen, weil auf großen Höfen mit Maschinen gearbeitet wird. Großballen vermindern die Luftzufuhr bei der Lagerung und fördern die Schimmelbildung, umso mehr, je fester sie gepresst sind. In kleinen, auf Handarbeit ausgelegten Pferdehaltungen bislang durch nichts zu ersetzen und qualitativ oft besser als Großbunde sind locker gepresste kleine Hochdruckbunde, jedoch muss man heutzutage eine Weile suchen, bis man noch Landwirte mit dem nötigen alten Gerät findet. Heu sollte niemals direkt auf Fußbodenflächen gelagert werden. Wichtig ist eine Luftschicht darunter, die man beispielsweise durch das Packen auf Paletten erreicht. Auf Heuböden mit Holzfußboden genügt im Allgemeinen eine Strohschicht unter den Bunden. Im Freien gelagertes Heu ist grundsätzlich für die Pferdefütterung abzulehnen; unter Planenabdeckungen bildet sich Kondensfeuchtigkeit, das Heu schimmelt.

Fütterung

Vielfach muss man sich mit sehr mittelmäßigem Heu abfinden. Füttert man es nass, kann man die Atemwege der Pferde schützen, jedoch gelangen auch hierbei Schimmelpilze ins Pferd und können Koliken verursachen oder andere Schäden anrichten.

Um zu verhindern, dass Pferde mit den Nüstern tief ins Heu eintauchen und dabei besonders viele Pilzsporen einatmen, kann man engmaschige Netze verwenden, die man über die Raufe spannt, oder Sparraufen mit nachrutschenden engen Gitterstäben benutzen.

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