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Von Fall zu Fall anders: Weidepflege

06.07.2016

Deutschland als eng besiedeltes Land bietet zur artgerechten Großtierhaltung nur im Einzelfall wirklich ausreichend Fläche. In vielen Pensionsställen werden aus wirtschaftlichen Gründen so viele Pferde wie eben möglich gehalten; die Weideflächen sind der Pferdezahl nur selten angemessen. Der Besatzdichte entsprechend unterschiedlich müssen die Weiden gepflegt werden.

Naturnahe Pferdehaltung

Nur wer mindestens einen Hektar Fläche pro Pferd hat, kann eine extensive Haltung anstreben. Auf derart großen Flächen kann man versuchen, die für Pferde schädlichen Hochleistungsgräser zu verdrängen, indem man regelmäßig mulcht, auf Stickstoffdünger verzichtet und gegebenenfalls alte Sorten nachsät. Weiden ohne moderne Zuchtgräser wie das Deutsche Weidelgras sind für Pferde gesünder und vermindern das Risiko von Hufrehe.

Kleine Weiden mit Umsicht pflegen

In Pensionsställen werden die meisten Weiden intensiv genutzt und dienen vielfach mehr dem stundenweisen Weidegang als der tatsächlichen Ernährung der Pferde. Wichtig sind hier eine möglichst trittfeste Grasnarbe, schnell nachwachsende Gräser und ein Zuschnitt und Untergrund, der eine maschinelle Bearbeitung erlaubt. Kleine Hügel und pferdefreundliche Gebüsche sind deshalb selten anzutreffen.

Intensiv genutzte Weiden kommen nicht ohne Düngung aus. Damit die korrekte Menge an Spurenelementen und Stickstoff aufgebracht werden kann, sollten bereits im Februar Bodenproben genommen werden. Der Februar oder März vor Beginn des Aufwuchses ist auch die richtige Zeit, Weiden zu walzen und zu schleppen, um Altgras auszuziehen und die Böden wieder zu festigen wo nötig.

Vor Auftrieb der Pferde im Frühjahr (nach vorsichtigem Anweiden über mindestens zehn Tage!) werden noch die Zäune repariert, und der Aufwuchs wird auf Giftpflanzen kontrolliert.

Wieder den Wurmbefall

Viele verschiedene Wurmlarven werden mit dem Pferdekot ausgeschieden, verlassen den Mist nach einigen Tagen und werden vom weidenden Pferd mit dem Gras wieder aufgenommen, sodass sie ihren Entwicklungszyklus im nächsten Pferd fortsetzen können - gesundheitliche Schäden bei stark verwurmten Tieren folgen, Wurmkoliken können zum Tod des Pferdes führen. Vorsicht auch vor Bandwürmern, mit denen viele Weiden bereits verseucht sind!

Bei stark genutzten Flächen ist es deshalb zwingend erforderlich, dass der Pferdemist entfernt wird, um den Parasitendruck in Grenzen zu halten. Dies kann in kleinen Beständen durch regelmäßige Handarbeit passieren: Dreimal wöchentlich, besser noch täglich wird der frische Mist mit Schubkarre und Schaufel abgelesen. Diese Maßnahme kann einem Wurmbefall der Pferde sehr wirksam vorbeugen! Angenehmer Nebeneffekt ist, dass Geilstellen gar nicht erst entstehen. Abgesammelte Weiden werden sehr gleichmäßig abgefressen, der vorhandene Bewuchs wird damit optimal genutzt.

In großen Betrieben ist es meist nicht möglich, alle paar Tage stundenlang Handarbeit zu verrichten. Hier ist eine Lösung der regelmäßige Umtrieb der Pferde auf frische Koppeln - ideal ist ein Fünftage-Rhythmus, doch auch ein Umstellen alle 14 Tage ist besser als eine Standweide - und das anschließende Mulchen der abgefressenen Koppel mit einem Auffangkorb. Das Mulchgut muss abgefahren werden. Die Weide sollte jetzt mindestens sechs Wochen ruhen, bevor sie wieder von Pferden befressen wird. Bekommen die so gehaltenen Pferde nun noch ihre regelmäßigen Wurmkuren auch während der Weidezeit, wird sich der Befall in Grenzen halten.

Was Sie selber tun können

Haben Sie Ihr Pferd in einem Pensionsstall eingestellt, so gibt es eine ganze Reihe Maßnahmen, an denen Sie aktiv mitwirken können. In vielen Betrieben werden die Sommerweiden nicht abgesammelt, entsprechende andere Maßnahmen gegen Parasiteninfektionen jedoch auch nicht ergriffen. Hier können sich Einsteller zusammentun und das Absammeln organisieren - sie verbessern damit die Lebensbedingungen ihrer Pferde! Auch die Kontrolle der Weiden auf Giftpflanzen können Sie mit aufmerksamem Beobachten unterstützen. Insbesondere das gefährliche Jakobskreuzkraut und andere Greiskräuter sind in den Jugendstadien leicht zu übersehen, aber auch erhöhte Vorkommen von Johanniskraut, Hahnenfuß und Rainfarn sollten bekämpft werden. Nach Abtrieb im Herbst müssen die Weiden ein letztes Mal gründlich ausgemäht werden. Wichtig ist, dass alle flexiblen Elektrozäune abgebaut und die Litzen entfernt werden, sonst kann Wild sich darin verfangen und elend eingehen.

 

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