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Atemlos - Lungenerkrankung beim Pferd

03.11.2017

Lungenerkrankungen gehören beim Pferd neben orthopädischen Problemen und Koliken zur häufigsten Krankheitsursache. In sehr schwerwiegenden Fällen kann ein Pferd durch eine chronische Lungenerkrankung als Reitpferd eventuell nicht mehr nutzbar sein.

Hochleistungsorgan Pferdelunge
Das Pferd als Lauf- und Fluchttier ist auf eine funktionsfähige Lunge angewiesen. Das Lungenvolumen eines 500 kg schweren Pferdes beträgt 15 bis 20 Liter. Zum Vergleich: Ein ausgewachsener Mensch hat dagegen nur drei bis vier Liter Lungenvolumen. Bei einer sehr starken Belastung des Pferdes werden bis zu 2000 Liter pro Minute durch das Lungengewebe ventiliert. Daher ist die Pferdelunge sehr anfällig für Erkrankungen.

Ursachen und Verlauf
Die Haltungsbedingungen des Steppentieres Pferd haben sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt. Heute stehen viele Pferde täglich mehrere Stunden in einem Stall. Die Ursachen für Lungenerkrankungen sind vielfältig: Bei jungen Pferden ist das Immunsystem noch nicht ganz ausgereift und daher leichter anfällig für Infektionserkrankungen der Atemwege. Ältere Pferde oder Pferde im Fellwechsel sind ebenfalls häufig aufgrund geschwächter Abwehrkräfte anfällig. Auch feuchte und kalte Witterungsbedingungen begünstigen eine Infektion mit Viren, die Wegbereiter für eine nachfolgende bakterielle Infektion darstellen können. Ein Stallwechsel oder das Zusammenstellen von mehreren jungen Pferden aus verschiedenen Beständen, wie es bei der Aufzucht von Jungtieren häufig durchgeführt wird, ist stressig für das Einzeltier. Viele Keime aus verschiedenen Ställen treffen auf Pferde mit geschwächtem Immunsystem. Die akute Infektion kann mit Fieber und geschwollenen Lymphknoten einhergehen. Nasenausfluss, Husten und Abgeschlagenheit mit eventueller Futterverweigerung sind die Folge. Pferde mit chronischen Lungenproblemen können lange unauffällig krank sein ohne einen solch akuten Infekt gezeigt zu haben. Ursache sind häufig nicht ausgeheilte Infektionen oder allergische Reaktionen.

Vorsorge
Die Haltungsbedingungen spielen bei der Genesung von Pferden mit Lungenerkrankungen eine wesentliche Rolle. Viel Auslauf an der frischen Luft, eine staubarme Einstreu sowie Fütterung von eingeweichtem Heu oder Silage tragen erheblich zur Besserung des Gesundheitszustands bei.

Für den Pferdebesitzer ist die Lungenerkrankung häufig dauerhaft mit hohen Kosten verbunden. Denn bereits die Diagnostik ist kostspielig. Neben dem Abhören der Lunge muss häufig eine Endoskopie der Atemwege mit entsprechender Probenentnahme durchgeführt werden. Zusätzlich können weitere diagnostische Untersuchungen nötig sein, wie das Röntgen der Lunge, eine Blutgasanalyse oder ein Ultraschall.

Finanzielle Vorsorge bietet die Pferde-Krankenversicherung. Wer für sein Pferd eine Pferde-Krankenversicherung abgeschlossen hat, bekommt die Kosten für Diagnostik, Behandlung und Medikamente erstattet. Vorausgesetzt das Pferd war nicht bereits vor Anmeldung bei der Versicherung krank oder erkrankt während der Wartezeit.

Dr. Saskia Walther, Tierärztin, Uelzener Versicherungen

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