Uelzener organisiert Workshop zur Pferdezucht und -haltung in Bad Bevensen

  • Lebensgrundlage Pferde: Rund 300.000 Menschen arbeiten deutschlandweit in der Pferdebranche
  • Uelzener Versicherungen organisierten Praxistage gemeinsam mit der Christian-Alberecht Universität Kiel und der Deutschen Gesellschaft für Züchterkunde
  • 140 Teilnehmer informierten sich über Innovationen und Trends in der Pferdezucht und -haltung

Neue Herausforderungen für die Pferdezucht und -haltung stand am 18. und 19. Februar auf der Tagesordnung des 9. Pferdeworkshops in Bad Bevensen. Rund 140 Teilnehmer aus Wissenschaft, Ministerien, Zucht- und Arbeitsorganisationen nutzen die Chance sich in über 20 Vorträgen zu informieren.


Nach Zahlen und Fakten der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) stellt das Pferd einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor dar. Circa 300.000 Menschen verdienen ihren Lebensunterhalt direkt oder indirekt durch Pferd und Pferdesport. Die Beteiligten geben jährlich für laufende Kosten im Bereich Pferdesport und -haltung rund 2,6 Milliarden Euro aus. Zucht und Sport arbeiten im Pferdebereich eng zusammen. In Zeiten, in denen der finanzielle Druck für die Pferdehalter durch die sich verändernden Absatzmärkte steigt, stellt sich die Frage nach Trends und Perspektiven.


Neben den Pferdehaltern macht der Wandel auch vor Zuchtverbandsstrukturen und dem Absatzmarkt für Pferde nicht Halt. Innovative Konzepte zur Förderung der Begeisterung für das Pferd und den Pferdesport müssen entwickelt werden. Jung- und Neuzüchter gilt es an die Züchtungsarbeiten heranzuführen, dabei können neue technische Möglichkeiten und die Nutzung von Medien positiv wirken. Am Beispiel der Rinderzucht, die frühzeitig die neuen molekularbiologischen Techniken einführte, wurde der Wandel in den Organisationsstrukturen beispielhaft vorgestellt. Auch Dr. Theo Hölscher, Vorstandsvorsitzender der Uelzener Versicherungen, machte in seinem Vortrag „Zukunftsstrategie eines Unternehmens“ deutlich, dass ein wichtiger Grundpfeiler in der Digitalisierung liegt.


Pferdezüchter werden zukünftig über den Reitsport zur Pferdezucht kommen und nicht mehr ihre Wurzeln in der Landwirtschaft haben. Zuchtorganisationen müssen sich zukünftig anders ausrichten und sich den neuen Gegebenheiten anpassen. Aktuelle Fragen der Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung sowie DNA-basierte Züchtungsansätze standen ebenso im Fokus des Pferdeworkshops.


Die Sorge um die tiergerechten Haltungssysteme und das Wohlergehen der Tiere nimmt in den vergangenen Jahrzehnten in unserer Gesellschaft stetig zu. Die unterschiedlichen landwirtschaftlichen Produktionsprozesse werden vermehrt hinterfragt und allgemein wird eine stärkere Berücksichtigung des Tierschutzes und des Tieres als Individuum gefordert. Der Austausch zwischen Praxis und Wissenschaft ist ein wichtiger Faktor, für den der Pferdeworkshop eine Grundlage schafft. Professor Dr. Dr. h. c. mult. Ernst Kalm engagiert sich bereits seit über 30 Jahren für diesen Transfer. Die Deutschen Reiterlichen Vereinigungen (FN) überreichte Ernst Kalm im Rahmen des Pferdeworkshop die Gustav-Rau Medaille in Gold für seine Verdienste in der deutschen Pferdezucht.


Weitere Informationen zum Pferdeworkshop „Neue Herausforderungen für die Pferdezucht und -haltung“ sind im Tagungsband (Heft 80 der DGfZ-Schriftenreihe) zusammengestellt. Interessierte können den Band bei der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde e.V. (DGfZ), Adenauerallee 174, 53113 Bonn, Fax 0228-91447 66; E-Mail: info@dgfz-bonn.de  anfordern.

Kontakt:
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